LHG lehnt reine vegane Tage und Wochen entschieden ab

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Würzburg erleben

26. März 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Beschränkung der Entscheidungsfreiheit der Studenten

An jedem Donnerstag findet in den Mensen eine Umkehr der Verhältnisse statt, wo der Anteil an fleischhaltigem Essen dem Anteil des sonstigen nicht fleischhaltigen Essen entspricht. Dieser Tag wird von der LHG begrüßt, da so auch die Minderheiten einen Tag haben, an dem sie mehr Entscheidungsfreiheit haben und den Fleischessern ihre Alternative nicht genommen wird. Eine komplette Aussetzung von Fleischgerichten hält die LHG jedoch für absolut inakzeptabel.

Vegane Woche in der Burse

Genau das ist allerdings diese Woche in der Würzburger Burse der Fall. Anlässlich einer bayernweiten Kochschulung bekommt man dort in der Zeit vom 23. – 27. März lediglich vegane Gerichte, wie etwa Japanische Nudelsuppe mit Gemüse und Tofu, zu essen – eine Entscheidung, die die LHG nicht unterstützt.

Lebensweise passiv aufzwingen ein Alarmsignal

Dazu erklärt der Vorsitzende David Küster: „Jeder Student hat in erster Linie selbst zu entscheiden, was er oder sie essen möchte, und ist auch kraft eigener Vernunft in der Lage dazu. Werden jedoch nur noch vegane Gerichte angeboten, so haben Studenten nichts mehr zu entscheiden und werden zum veganen Essen gedrängt oder gar gezwungen, wenn es keine außeruniversitären Alternativen gibt. Wenn Studenten kein Fleisch essen möchten, dann ist dies ihre eigene legitime Entscheidung. Wir betrachten es jedoch als absolutes Alarmsignal, wenn diese Studenten anderen ihre Lebensweise passiv aufzwingen wollen“.

Rein vegane Ernährung sei ungesund

Besonders das Argument, dass vegane Ernährung gesünder sei, ist aus mehreren Gründen nicht stichhaltig: „Der übermäßige Konsum von Fleisch ist klar ungesund, doch genauso ist eine reine vegane Ernährung ungesund, da so die Einnahme wichtiger Nährstoffe sehr schwierig wird.“ erklärt Küster und fährt fort: „Viele Studenten nehmen auch regelmäßig Süßigkeiten und Alkohol zu sich. Sollen diese Produkte in den Cafés und Bars auch entfernt werden, da der übermäßige Konsum dieser auch ungesund ist? Wird Kaffee an Unis später auch ein Relikt der Vergangenheit sein?“ Die LHG betrachtet solch eine passive Bevormundungspolitik für grundlegend falsch und setzt sich für ein Ende dieser Entwicklung ein.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Liberalen Hochschulgruppe Würzburg.

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