111 Orte: Der Sadopo vom Sternplatz
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Würzburg erleben
1. April 2015

Symbolbild Würzburg
Bronzefiguren und Sadomasochismus
Viele Touristen und die Würzburger fragen sich ohnehin, was es denn mit dem kleinen Brunnen am Sternplatz auf sich hat. Die Bronzefiguren, die um den 1987 errichteten Brunnen stehen, stammen von dem Bildhauer Lothar Forster und stellen eine Nymphe, einen Faun und eine Gruppe von Fischen dar. Früher stand hier angeblich der Fünfröhrenbrunnen.
Doch taucht man weiter in die Geschichte hinter dem Brunnen ein, stecken ganz pikante Details hintern den Motiven am Brunnen. Anton Türangel ist Experte im Bereich der Würzburger Geschichte und berichtet auf Anfrage folgendes zu dem Brunnen: „Naja, was soll ich Ihnen sagen – Aufzeichnungen lassen uns vermuten, dass Sadomasochismus in Würzburg historisch ist und die dargestellten Figuren dies thematisieren.“
Ein bisschen ließe sich dies auch heute noch nachvollziehen. Der Faun am Brunnen streckt sein Hinterteil gen Himmel. Die Nymphe schien es wohl genossen zu haben, ab und an den Faun mit einigen Klapsen auf den Hintern zu „beglücken“. Der Apfel, von dem die Nymphe abbeißt, steht als verbotene Frucht natürlich für die Sünde, die damit einhergeht. Das Wasser spritzt in alle Richtungen.
Sündiges Liebesspiel und laute Schreie
Natürlich wären der Faun und die Nymphe Fabelwesen, doch in der Realität sollen es zwei Würzburger gewesen sein, die das sündige Liebesspiel in ihrem Zuhause, welches früher neben diesem Platz stand, ausübten. Die Schreie des jungen Mannes wären weithin zu hören gewesen und so hätten sich die Würzburger zunehmend gefragt, was denn da vor sich ginge.
Wie die Geschichte endet und warum sie als Anfang des Sadomasochismus gilt, erfahrt Ihr im Buch “111 Orte in und um Würzburg die man gesehen haben muss” von Bernhard Horsinka und Renate Bugyi-Ollert. Diese und viele weitere Produkte rund um Würzburg findet Ihr in unserem Wü-Shop.

