Würzburgerin gewinnt wichtigen Nachwuchspreis

Anzeige

Würzburg erleben

2. April 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Nachwuchspreis für Cynthia Sharma

Er gilt als der wichtigste Preis für den Wissenschaftsnachwuchs in Deutschland: der Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der
Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die zehn Preisträger für 2015 wurden heute bekannt gegeben; Dr. Cynthia Sharma von der
Uni Würzburg gehört dazu.

Die Biologin Cynthia Sharma (36) leitet am Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg eine
Nachwuchsgruppe, die krankheitserregende Bakterien erforscht. Seit heute kann sie sich über eine neue Anerkennung ihrer
Arbeit freuen: Sie ist unter den zehn deutschen Nachwuchswissenschaftlern, die 2015 einen Heinz-Maier-Leibnitz-Preis
erhalten. Insgesamt hatte es 127 Bewerbungen gegeben.

20.000 Euro Preisgeld

Die Preise sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert und werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verliehen. Überreicht werden sie bei einer Feier am 5. Mai in Berlin.
Sie sollen den Preisträgern ein Ansporn sein, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen.

Cynthia Sharma verbinde in ihren Arbeiten auf originelle Weise Bioinformatik und Infektionsforschung, so die DFG in
einer Pressemitteilung. In ihrer Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Infektionsforschung in Berlin entwickelte die
Preisträgerin eine neue Sequenzierungsmethode zur Identifizierung kleiner RNA-Moleküle und zur globalen Kartierung von
Gen-Startpunkten. Diese Methode wandte sie dann an Helicobacter pylori an, einem Bakterium, das für Magenentzündungen
und Magenkrebs verantwortlich gemacht wird.

Aktuelle Arbeit und Auszeichnungen

Seit 2010 ist Sharma am Würzburger Zentrum für Infektionsforschung tätig. Hier untersucht ihre Gruppe vor allem an
kleinen regulatorischen RNA-Molekülen die Mechanismen, mit denen Bakterien ihre Gene regulieren. Dadurch wollen die
Forscher besser verstehen, wie Bakterien Krankheiten auslösen und wie Infektionen ablaufen.

Für ihre Arbeit wurde Cynthia Sharma schon mehrfach ausgezeichnet. 2011 bekam sie den
Ingrid-zu-Solms-Naturwissenschaftspreis und den Postdoktorandenpreis für Mikrobiologie der Robert-Koch-Stiftung. 2012
folgte die Aufnahme in das Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2013 erhielt sie den Förderpreis
der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.

Fakten zum Leibnitz-Preis

Benannt ist der Heinz-Maier-Leibnitz-Preis nach einem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten. Seit 1977 wird er
jährlich an hervorragende junge Forscher verliehen. Laut DFG gilt der Preis als der wichtigste seiner Art für den
Forschernachwuchs in Deutschland. In einer Umfrage der Zeitschrift „bild der wissenschaft“ hätten ihn die großen
Forschungsorganisationen zudem zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis in Deutschland überhaupt gewählt – nach dem
Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.

Banner2
Topmobile2