Volker Kauder fordert härtere Strafen für Einbrecher

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13. April 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren

Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland in eine Wohnung oder ein Haus eingebrochen. Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren fordert der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder in der „Welt am Sonntag“.

Haftstrafen von bis zu zehn Jahren

Einbruchsdiebstahl müsse „in den Katalog der Straftaten aufgenommen werden, zu deren Verfolgung die Telekommunikation überwacht werden kann“, verlangt Volker Kauder. Außerdem soll das Strafrecht bei Wohnungseinbruch verschärft werden. In jedem Fall mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren – und nicht wie bislang in minderschweren Fällen mit einem Strafmaß von drei Monaten bis fünf Jahren Haft. Die Union will sich mit der SPD darauf verständigen. Am Donnerstag treffen die Fraktionsvorstände von Union und SPD in Göttingen zusammen. Volker Kauder rechnet damit, dass es dort einen ersten Beschluss geben wird.

Alarmierende Zahlen

Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland in eine Wohnung oder ein Haus eingebrochen. Volker Kauder spricht von alarmierenden Zahlen. Denn die Meldungen von Wohnungseinbrüchen steigen weiter kontinuierlich an. Die vorläufigen Zahlen der Landeskriminalämter verzeichnen im Jahr 2014 einen Anstieg um durchschnittlich zwei Prozent.

In Baden-Württemberg sind die Einbruchsdelikte 2014 um 20 Prozent gestiegen. Im Jahr 2013 waren es rund 30 Prozent. Der Unionsfraktionsvorsitzende macht deutlich: Die psychologischen Folgen der Einbruchsopfer, die sich „daheim nicht mehr sicher fühlen“, seien oftmals schlimmer als der entstandene Sachschaden.

Bürger besser gegen Einbruch schützen

„Wer seine Wohnung und sein Haus einbruchssicherer macht, sollte vom Staat gefördert werden“, bekräftigt der Unionsfraktionsvorsitzende. Steuerliche Anreize sollen dabei helfen. „Ausgaben für die Einbruchssicherung sollen besser steuerlich absetzbar sein, denn gerade gesicherte Türen und Fenster, lassen Einbrecher von ihrer Tat absehen.“

Volker Kauder stellt sich vor, dass nicht nur die Handwerkerkosten steuerlich abgesetzt werden sollten, sondern auch die Rechnungen für Materialkosten, beispielsweise für sicherere Schlösser. Er will auch anregen über ein Förderprogramm über die Kreditanstalt für Wiederaufbau nachzudenken.

Bundesländer in der Pflicht

Der CDU-Politiker will sich nicht damit abfinden, dass die Einbruchszahlen weiter steigen und Bürger damit anfingen, private Sicherheitsdienste zu beauftragen. Für ihn steht fest: „Primär zuständig“ sind beim Thema Innere Sicherheit die Bundesländer und die sollten sich „finanziell bewegen“. Er forderte die Länder auf, „effektiver mit den Polizeimitteln gegen Einbruchsdiebstahl vorzugehen.“

Quelle: CDU/CSU

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