Vortragsreihe Psychoanalyticum an Uni Würzburg
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sophiascheder
22. April 2015

Symbolbild Würzburg
Von Studis organisierte, transdisziplinäre Vortragsreihe
Eine Einführung in die Psychoanalyse bietet eine von Studierenden bereits zum dritten Mal initiierte und organisierte transdisziplinäre Vortragsreihe. Die Bandbreite der Themen ist groß: Sie reicht vom Träumen über Pädagogik bis zum Terror. Start ist am Mittwoch, den 22. April. Die Tradition, die Lehre und die Kritik der Psychoanalyse stehen im Mittelpunkt einer Vortragsreihe, die in diesem Sommersemester an der Universität Würzburg läuft. Organisiert von Studierenden der Humanwissenschaften der Universität, ist es ihr Ziel, die Psychoanalyse transdisziplinär zu beleuchten und einem größeren Publikum näher zu bringen. Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 20:15 Uhr im Psychologischen Institut am Röntgenring 10 (Seminarraum 219) statt.
Psychoanalyse immer seltener zu finden
„Nicht nur an psychologischen, sondern auch an pädagogischen und sonstigen humanwissenschaftlichen Instituten in Deutschland ist die Psychoanalyse immer seltener zu finden“, klagen die Organisatoren. Zwar würden die Neurowissenschaften mit ihren bildgebenden Methoden psychoanalytische Konzepte vom Bewusstsein des Menschen bestätigen; ihre Befunde zur Natur des Unbewussten könnten jedoch von der experimentellen Psychologie nur unzureichend beantwortet werden. All dies belebt nach Ansicht der Studierenden den Diskurs um die Psychoanalyse wieder.
Zeit für Fragen und Diskussionen
Eine einseitige Betrachtung, Idealisierung oder gar Ideologisierung der Psychoanalyse dürfe es dabei nicht geben. Stattdessen sei ein „fachlicher und frischer transdisziplinären Austausch“ zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und Studierenden gefordert. „Die Psychoanalyse ist keine sterbende Kuh, aber auch kein goldenes Kalb“, darüber sind sich die Initiatoren einig. Die Vortragsreihe richtet sich sowohl an Studierende der Julius-Maximilians-Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt als auch an die Öffentlichkeit und damit an alle, die sich für die Psychoanalyse als psychologische Metatheorie, klinisches Psychotherapieverfahren, Kulturwissenschaft oder als politische Wissenschaft und Gesellschaftstheorie interessieren. Im Anschluss an die etwa einstündigen Vorträge wird Zeit für Fragen und Diskussionen gegeben.
Das Programm
22. April: „Drama um ein Kaugummi: Über externe, internalisierte und wirklich innere Grenzen“
Dipl.-Psych. Prof. em. Dr. Günther Bittner, Psychoanalytiker, ehem. Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik (Würzburg), Gründer des Instituts für Psychoanalyse Würzburg
6. Mai: „Überraschungsvortrag“
Institut für Psychoanalyse und analytische Psychotherapie Würzburg
20. Mai: „Terror aus psychoanalytischer Sicht“
Dr. med. Martin Ehl, Psychoanalytiker, Lehranalytiker, Supervisor, Internist, Institut Regensburg/ Nürnberg
3. Juni: „Die pädagogische Dimension psychoanalytischer Praxis“
Priv.-Doz. Dr. Oliver Hechler, Dipl.-Päd., Gruppenanalytiker, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
17. Juni: „Medea auf der Couch – Psychoanalyse der weiblichen Kriminalität“
Max W. Kinninger, Student der Psychologie, Philosophie und Altphilologie
Juli: „Luizid Träumen – Wegweisende Bewusstheit im Schlaf“
Daniel Beierstettel, M.A., Gestalttherapeut, Trainer in Cultivating Emotional Balance
Organisatoren der Vortragsreihe sind Max W. Kinninger (Student der Psychologie, Philosophie und Altphilologie), Alexander Schubmann (Student der Philosophie, Soziologie und Psychologie) und Pierre-Carl Link (Student der Philosophie und Bildungswissenschaft, Leiter von CHEIROIKOS – Privatpraxis für Psychotherapie (HeilprG)).
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

