Zwei Würzburger bei der Allgäu Orient Rallye

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sophiascheder

22. April 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Für den guten Zweck durch die Wüste

Suat Tabanli und Johannes Neumann, zwei Würzburger Freunde werden für den guten Zweck quer durch die Wüste fahren. Bei der sogenannten Allgäu Orient Rallye starten insgesamt 111 Teams im ober-allgäuischen Oberstaufen und machen sich auf den Weg ins ferne Amman. Traditionell beginnt die Rallye Anfang Mai und dauert rund drei Wochen.

Nichts für Weicheier

Die Spielregeln der Allgäu Orient Rallye sind laut der Veranstalter „recht einfach, aber hart und nichts für Weicheier“. Nur Autos, die nicht mehr als 1111,11 Euro wert sind, werden zu der Rallye zugelassen. Ein Rallyeteam besteht aus 6 Personen und 3 Autos. Neben Suat und Johannes werden noch 4 weitere Freunde aus Bad Grönenbach in ihrem Team „Hard Road Drivers“ mitfahren. Ausgestattet ist das Team mit 3 gestandenen Audi A6 die – laut des Teams – jeder seinen eigenen Charakter besitzt.

11,11 Euro/Nacht

Nicht unbedingt alle Fahrzeuge müssen am Zielort ankommen. Wichtig ist aber, dass das gesamte Team gemeinsam mit mindestens einem der gestarteten Fahrzeuge ankommt und über die Ziellinie fährt. Das Benutzen von Autobahnen, Fähren (ausgenommen die Bosporusfähre) und Navigationssystemen ist verboten. Übernachten dürfen die Teilnehmer nur im Auto, im Freien, im Zelt, oder in Hotels, die nicht mehr als 11,11 Euro die Nacht kosten. Die Rallye soll laut den Veranstaltern kein Rennen sein, sondern eine Veranstaltung, bei der Spaß und vor allem der humanitäre Zweck im Vordergrund steht.

Gemeinnütziger Zweck steht im Vordergrund

Jedes Jahr werden die Autos am Ende der Rallye in Jordanien für den guten Zweck versteigert. Darüber hinaus engagieren sich die Teams zusätzlich für soziale Projekte, mit Sachspenden oder finanzieller Hilfe.  Das Team der zwei Würzburger, die „Hard Road Drivers“, hat sich entschieden syrische Flüchtlingskinder zu unterstützen. Die Jungs sammeln Spenden für einen Kindergarten im Azraq Flüchtlingscamp der von der Hilfsorganisation Save the Children aufgebaut wurde und finanziert wird. Hinter dem Azraq Camp steckt eine sorgfältige Planung. Während in anderen Flüchtlingslagern vorbereitetes Essen ausgegeben wird und die Infrastruktur begrenzt ist gibt es in Azraq einen Supermarkt, Schulen und Kindergärten. Es wird versucht den Bewohnern des Camps ein normales Leben in Würde zu bieten. Der Kindergarten hilft den Flüchtlingskindern das Erlebte zu verarbeiten und bietet Ihnen trotz der schwierigen Situation einen Platz zum Spielen und Lernen. Das Flüchtlingslager wurde Ende 2014 für syrische Flüchtlinge von den Vereinten Nationen in Jordanien eröffnet. Mit dem Spendengeld können beispielsweise Brunnen erweitert und die Trinkwasserversorgung der Kinder verbessert werden.

Unterstützung für benachteiligte Menschen

Suat und Johannes sehen es gemeinsam mit ihrer Crew als “Privileg an einem solchen Abenteuer teilnehmen zu können”. Das Team will mit dieser Reise mehr über Land und Leute, aber auch über sich selbst erfahren. Die Rallye gibt ihnen dabei die Möglichkeit auf ihrem Weg andere Menschen, deren Lebensumstände nicht vergleichbar mit unseren sind, zu unterstützen: “Wir glauben, dass man auch im Kleinen einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann”.

Auch Ihr könnt helfen

Die drei Fahrzeuge des Teams werden nach der Rallye in Jordanien bleiben und dort für einen gemeinnützigen Zweck versteigert, zusätzlich kommen die gesammelten Spenden dem Kindergarten im Flüchtlingscamp zu Gute. Auch Ihr könnt einen Beitrag leisten, indem ihr über die Homepage der “Hard Road Drivers” spendet. Über Sachspenden für die Reise, wie Campingkocher, Taschenlampen oder Starterkabel freut sich das Team ebenso. Alle Gelder und Sachspenden werden ausschließlich für das Hilfsprojekt und die Rallye verwendet.

Am 10. Mai geht’s los, verfolgt den Trip auf dem Blog https://hardroaddrivers.wordpress.com/.

 

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