Rückenleiden – die Volkskrankheit Nummer eins
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Würzburg erleben
15. Mai 2015

Symbolbild Würzburg
Der Tag der Rückengesundheit liegt noch nicht lange zurück, doch viele werden ihre guten Vorsätze bezüglich ihrer Rückengesundheit möglicherweise schon wieder über Bord geworfen haben. Dabei ist ein bewusster Umgang mit dem eigenen Rücken gerade heute, wo die meisten Menschen ihre tägliche Arbeit fast ausschließlich im Sitzen verbringen, wichtiger denn je. Deshalb noch mal ein kleiner Weckruf für alle Würzburger und ein paar hilfreiche Tipps, was sie für ihre Rückengesundheit tun können und welche einfachen Änderungen im Alltag auf Dauer zu mehr Wohlbefinden führen.
Vorsorge zum Thema Rückengesundheit in und um Würzburg
Am besten ist es natürlich, Rückenschmerzen erst gar keine Chance zu geben. Hierzu gibt es in und um Würzburg zahlreiche Möglichkeiten der Prävention. Wer bereits unter Rückenschmerzen leidet, kann sich von seinem Orthopäden Krankengymnastikstunden, beziehungsweise eine Physiotherapie verschreiben lassen. Bestehen schon Probleme, ist dies meist die schonendste und gesündeste Art, den Rücken langsam und Schritt für Schritt zu stärken. Unter www.jameda.de findet sich eine Übersicht der Physiotherapeuten in Würzburg. Weiterhin sehr gut für ein ganzheitliches Training von Rücken- und Bauchmuskulatur, ist Pilates. Pilateskurse werden auch in Würzburg angeboten, so zum Beispiel unter www.bohlig-balance.com. Doch auch regelmäßiges Training im Fitnessstudio stärkt den Rücken und kann eine Alternative sein.
Dem Rücken jeden Tag etwas Gutes tun
Die Rückenmuskulatur ist sehr komplex und übernimmt bei den täglichen Bewegungsabläufen eine Vielzahl von Aufgaben. Umso wichtiger ist es, den Rücken zu trainieren und so die Muskulatur zu stärken. Nur dann ist sie den Belastungen des täglichen Lebens gewachsen.
Einfache Übungen für Zuhause
Schon 20 Minuten täglich reichen aus, um die Rückenmuskulatur dauerhaft zu stärken und den Rücken so weniger anfällig für Verspannungen und Rückenschmerzen zu machen. Es folgen einige einfache Übungen, zusammengestellt von daytraining.de, die unkompliziert und ohne die Zuhilfenahme von Geräten zu Hause ausgeführt werden können.
Unterarmstütz
Es wird sich auf den Bauch gelegt und der Oberkörper stützt sich auf den Unterarmen hab. Die Ellenbogen befinden sich dabei auf Höhe der Schultern. Die Unterarme liegen entweder parallel zu einander oder laufen spitz zu, sodass sie ein Dreieck bilden. Die Füße sind aufgestellt, das bedeutet, nur die Zehnen berühren den Boden. Nun den Körper unter Spannung setzen, sodass der Rücken gerade ist und Bauch und Hüfte eine durchgehende Linie mit den Schultern und den Beinen bilden. Bei dieser Übung werden die Schultermuskulatur, der Trizeps, die Brust- und Beinmuskulatur sowie die Bauchmuskulatur trainiert. Vor allem der Bauchmuskulatur kommt, als Gegenpart zur Rückenmuskulatur, eine besondere Bedeutung zu.
Seitenstütz
Es wird sich auf die linke oder die rechte Körperseite auf den Boden gelegt. Die beiden Fußkanten haben dabei Kontakt zueinander. Der Unterarm richtet sich vom Körper in Blickrichtung weg und es wird sich darauf aufgestützt. Der andere Arm wird locker auf der Hüfte abgelegt. Nun wird der Körper erneut angespannt und in eine gerade Linie gebracht. Auf diese Weise wird die seitliche Bauchmuskulatur trainiert. Nach der Übung einfach die Seite wechseln und den Vorgang wiederholen.
Der Vierfüßlerstand
Als Ausgangsposition wir der Vierfüßlerstand, also ein Abstützen mit Händen und Knien auf dem Boden, eingenommen. Dabei ist stets auf einen geraden Rücken zu achten. Nun werden der rechte Arm und das linke Bein ausgestreckt, sodass der Arm, der Oberkörper und das Bein eine gerade Linie bilden. Jetzt werden der Ellenbogen des ausgestreckten Arms sowie das Knie des ausgestreckten Beins unter dem Körper zusammengeführt. Diese Übung mehrmals ausführen und dann die Seiten wechseln, also die Übung entsprechend mit dem linken Arm und dem rechten Bein ausführen.
Der richtige Bürostuhl
Besonders Menschen, die den Großteil ihrer Arbeitszeit im Sitzen verbringen, leiden regelmäßig an Verspannungen und Rückenschmerzen. Schuld sind nicht selten die falsche Haltung sowie der falsche Bürostuhl. Der Bürostuhl muss ergonomisch sein und den natürlichen Bewegungsdrang des Menschen unterstützten, etwa, indem er über eine kippbare Rückenlehne verfügt. Noch besser sind Gymnastikbälle oder auch höhenverstellbare Schreibtische an denen zwischendurch auch mal im Stehen gearbeitet werden kann. So wird der Rücken entlastet und einer dauerhaften statischen Körperhaltung, welche Rückenschmerzen begünstigt, wird vorgebeugt.
Der optimale BH
Gerade Frauen mit üppiger Oberweite haben häufig mit Rückenbeschwerden zu kämpfen, nicht selten, aufgrund eines falsch gewählten BHs beziehungsweise einer falsch gewählten Größe. Doch auch Frauen mit kleinen Brüsten, die sich für einen zu eng sitzenden BH in der falschen Größe entscheiden, können von gesundheitlichen Folgeschäden, betroffen sein. Schneiden die Träger an den Schultern ein, belastet dies Trapezmuskel und Schultergelenke und kann sogar zu Quetschungen der Nerven führen. Verspannungen sowie Rücken- und Nackenschmerzen sind die Folge. Was die Wenigsten wissen, knapp jede zweite Frau in Deutschland ist davon betroffen, weil sie ihre eigene BH-Größe nicht genau kennt. Dabei ist es nicht schwer, diese herauszufinden. Entweder es wird geschultes Fachpersonal im Wäschegeschäft um Rat gefragt, oder es wird selbst nachgemessen. Wie das geht, ist unter www.hse24.de in einem anschaulichen Video dargestellt.
Viel Bewegung in der Freizeit
Nicht nur wer im Job täglich viel sitzt, sollte darauf achten, sich in der Freizeit genügend zu bewegen. Dabei kann es sich um einen kleinen Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend handeln oder der Weg zu Arbeit wird, statt mit dem Auto, mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auch während der Arbeitszeit ist es sinnvoll, jede Stunde einmal kurz aufzustehen, im Büro auf und ab zulaufen, sich zu dehnen und zu strecken. Wer sich dies angewöhnt und sich regelmäßig daran hält, wird schnell eine Verbesserung seines Befindens feststellen können.
Unsere besten Tipps zur Linderung akuter Schmerzen
Die meisten Menschen, die ganz plötzlich von akuten Rückenschmerzen geplagt werden, neigen dazu, sich so wenig wie möglich, zu bewegen. Dabei ist dies genau die falsche Vorgehensweise, denn so versteift sich der Rücken zusätzlich und die Schmerzen können sich verschlimmern. Strahlen die Schmerzen ins Bein oder in die Arme aus, muss ein Arzt konsultiert werden, möglicherweise hat sich eine Bandscheibe eingeklemmt oder verschoben. Ansonsten hilft bei Rückenschmerzen vor allem schonende Bewegung, wie ruhiges Spazierengehen oder auch Rückenschwimmen und Wärme. Ein heißes Bads oder eine Wärmflasche auf der betroffenen Stelle können Wunder wirken. Für den Berufsalltag eignen sich zudem Wärmepflaster, welche in der Apotheke erhältlich sind. Auch schmerzlindernde Gels können eine Linderung verschaffen.
Wer bereits an Rückenschmerzen leidet, sollte unbedingt auf seine Haltung achten. Muss etwas vom Boden aufgehoben werden, sollte der Betreffende dazu stets in die Hocke gehen, anstatt den Rücken krumm zu machen. Auch gerades Sitzen ist zu empfehlen.

