SPD fordert Willkommensticket für Asylbewerber

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19. Mai 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Für Bus und Straßenbahn

Die SPD-Stadratsfraktion stellt in der kommenden Stadtratssitzung einen Antrag zur Einführung eines kostenlosen Willkommenstickets für Asylbewerber/innen. Auch der Ombudsrat der Stadt Würzburg hatte dies zuletzt gefordert. Das Ticket für Bus und Straßenbahn soll für diese Personen kostenlos sein und in der gesamten Großwabe Gültigkeit haben.

Mobilität erleichtern

Stadträtin Laura Wallner erklärt, dass Asylbewerber/innen, die in der Gemeinschaftsunterkunft leben den Weg in die Innenstadt zu Fuß zurücklegen, weil sie sich kein Ticket für den Bus leisten können. „Das sind gut vier Kilometer für eine Strecke. Wir halten das für nicht zumutbar und wollen den Menschen mit dem Willkommensticket die Mobilität in der Stadt erleichtern.“, so die Stadträtin. Mobilität sei eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Es sei auch im Interesse der Stadtgesellschaft, dass sich Menschen, die hier leben wollen, von Anfang an in der Stadt bewegen können und dadurch am Stadtgeschehen teilhaben und mit den hier lebenden Menschen in Kontakt treten können, begründet Laura Wallner.

Kostenloses Ticket sei gerechtfertigt

Der überwiegende Teil der Asylbewerber/innen besitze kein Ticket für Bus und Straßenbahn. „Da die monatlichen Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz sehr gering sind und auch Fahrten über die Großwabe hinaus für Asylbewerber/innen möglich sein müssen, ist für uns ein kostenloses Ticket für diese Bevölkerungsgruppe gerechtfertigt.“, heißt es im Antrag der SPD-Stadtratsfraktion. Laut der SPD-Stadratsfratkion würde die WSB durch die Einführung eines solchen Tickets keine Kundinnen und Kunden verlieren. Zudem geht die SPD-Stadratsfratkion davon aus, dass es zu keiner enormen Mehrbelastung von Bus- und Straßenbahnlinien führen wird.

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Einführung eines Sozialpasses

Neben dem Willkommensticket wird die SPD in der kommenden Stadtratssitzung einen Antrag zur Einführung eines Sozialpasses ein bringen. So sollen laut der SPD künftig Empfängerinnen und Empfänger sozialer Leistungen den ÖPNV zum halben Preis nutzen können. Die Ermöglichung von Mobilität sei eine wichtige politische Aufgabe, begründet Stadträtin Lore Koerber-Becker.

Dieser Artikel beruht auf Presseinformationen der Fraktion SPD Würzburg.

 

 

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