SDS gegen „Gedankenschranken“ der Uni

Anzeige

sophiascheder

21. Mai 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Begutachtung und Zensur

Der Sozialistisch-Demokratische Studierendenverband (SDS) Würzburg meldete für den Monat Mai Infostände in verschiedenen Gebäuden der Uni Würzburg an. Laut des SDS wurde am gestrigen Tag von der Uni mitgeteilt, dass sie das Material der Infostände begutachten und gegebenenfalls zensieren werde. Die Mitglieder des SDS behaupten, ein System, dessen Bildungseinrichtung keinen politischen Austausch erlaubt, könne nicht mehr demokratisch genannt werden. „Unsere Antwort: Widerstand!“, so der SDS.

G7-Gipfel in Deutschland

Dieses Jahr im Juni wird Deutschland erneut Gastgeber des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Garmisch-Partenkirchen sein. Der SDS protestiert nun dagegen und will zu diesem Thema an den Infoständen informieren : „Wir nehmen es nicht hin, von Staaten beherrscht zu werden, die mit dem Anspruch auftreten, durch ihre „besondere Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft unserer Erde“ über wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Fragen auf globaler Ebene zu entscheiden. Ihre exklusive Zusammensetzung aus den entwickeltsten Industrienationen repräsentiert weder die Weltbevölkerung in ihrer Pluralität noch spiegelt sie die Mehrheit der Menschheit wider.“

Allgemeinpolitische Themen

Der SDS beschäftigt sich laut eigenen Aussagen neben hochschulrelevanten, auch mit allgemeinpolitischen Themen. Laut der Uni sei dies gesetzlich nicht vereinbar, da diese Themen auch auf dem Unigelände verbreitet werden. Der Studierendenverband selber will nun gegen diese Trennung einschreiten: „Wir wollen nicht, dass dieses restriktive Verhalten der Unileitung im stillen Kämmerlein passieren kann, sondern öffentlich zeigen, in was für einem System wir leben. Studierende sollen davon abgehalten werden, sich mit mehr als nur ECTS-Punkten, Powerpointpräsentationen und einem möglichst schnellen Hochschulabschluss zu beschäftigen.“

Dieser Artikel basiert auf Informationen des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes Würzburg.

 

 

Banner2
Topmobile2