Neues Buch über Sklaverei

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2. Juni 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Wissenschaftler

Sklaverei gab es schon in der Antike, Sklaverei gibt es noch heute. Um historische und um aktuelle Formen dieses menschenverachtenden Systems geht es in einem neuen Buch, herausgegeben von drei Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Verbrechen gegen Menschlichkeit

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Sklaverei in weiten Teilen der Welt sozial akzeptiert. Heute ist sie im Prinzip weltweit geächtet: Das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs von 2002 zählt die Sklaverei zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Trotzdem ist die Sklaverei nach wie vor in vielen Ländern präsent – viele Menschen werden dort weiterhin als bloße „Ware ohne Rechte“ betrachtet: Auf westafrikanischen Kakaoplantagen schuften Kindersklaven, aber auch in Deutschland arbeiten Erntehelfer aus Osteuropa oft unter sklavenartigen Bedingungen.

Zeitgenössische Erscheinungsform

Das sind nur zwei aktuelle Beispiele aus dem neuen Buch „Slavery as a Global and Regional Phenomenon“. Wissenschaftler aus Deutschland, Mexiko, Nigeria und den USA befassen sich darin mit der Geschichte der Sklaverei und den ihr zugrundeliegenden universalen Strukturen. Die Autoren werfen auch einen Blick auf die regionalen Ausprägungen der Sklaverei in der Karibik und in Lateinamerika sowie auf zeitgenössische Erscheinungsformen.

Nobelpreisträger

Der Sammelband präsentiert die Beiträge der internationalen Konferenz gleichen Namens, die im Juni 2013 an der Universität Würzburg stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) und unterstützt von den Juristen Alumni Würzburg. Keynote-Speaker war der nigerianische Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka. Sein Vortrag „The ‚Dignity‘ of the Slave“ bildet den ersten Beitrag des Bandes. Herausgegeben wurde das Buch von den Würzburger Juristen Eric Hilgendorf und Jan-Christoph Marschelke sowie von der Literaturwissenschaftlerin Karin Sekora. Auch sie haben jeweils einen Textbeitrag beigesteuert.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Uni Würzburg.

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