Würzburger Studenten auf dem diplomatischen Parkett

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2. Juni 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

National Model United Nations

Auch dieses Jahr durften wieder sechzehn Würzburger Studenten in die Rolle von Diplomaten der Vereinten Nationen schlüpfen und im Rahmen des renommierten Planspiels National Model United Nations (NMUN) ihr diplomatisches Geschick beweisen. NMUN ist ein interdisziplinäres, extrakurrikulares Projekt, das jedes Jahr an Universitäten auf der ganzen Welt angeboten wird und Studenten für internationale Politik und die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) sensibilisiert. Die Universität Würzburg war dieses Jahr zum zwölften Mal vertreten. In der authentischen UN-Simulation lernen die Studenten, die in einem zweiteiligen Auswahlverfahren ausgewählt wurden, das System der Vereinten Nationen kennen. Daneben verbessern sie in der Verhandlungssprache Englisch ihre Rhetorik, halten Reden und debattieren, lernen Kompromisse einzugehen und Konflikte zu lösen.

Intensive Auseinandersetzung

Acht Monate besuchten die Würzburger Studenten, die aus vielfältigen Fachrichtungen wie den Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften oder der Psychologie kommen, ein wöchentliches Seminar, in dem Sie sich intensiv mit den Vereinten Nationen und internationaler Politik auseinandersetzten. Daneben waren auch Besuche beim Bundestag, beim Auswärtigen Amt und der Irischen Botschaft in Berlin wichtige Bestandteile der Vorbereitung.

New York City

Das Herzstück des Projekts sind jedoch die verschiedenen Konferenzen, die fortwährend an Universitäten auf der ganzen Welt stattfinden und auf denen die Studenten jeweils eines der 193-Mitgliedsstaaten der UN repräsentieren. Die Würzburger Studenten besuchten so in kleineren Gruppen zunächst spannende vorbereitende Konferenzen in Hamburg, Cambridge, Oslo, Prag und London. Den unbestrittenen Höhepunkt des Projektes stellte jedoch im März 2015 die weltweit größte Simulation einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York City dar. Als Vertreter des Landes Irland durfte die gesamte Würzburger Delegation vierzehn Tage in die Welt der Vereinten Nationen eintauchen und hautnah erleben, wie internationale Politik betrieben wird.

Hochrangige Diplomaten

In der ersten Vorbereitungswoche, der sogenannten „study week“, im Big Apple wurde die Würzburger Delegation im Hauptquartier der Vereinten Nationen am Eastriver von hochrangigen Diplomaten aus verschiedenen Komitees empfangen. Sie erzählten von ihrer Arbeit und bereiteten die Studenten auf die kommende Abschlusskonferenz vor, indem sie ihnen letzte diplomatische Tipps und Feinheiten auf den Weg gaben. Des Weiteren wurden die Ständigen Vertretungen von Irland und Deutschland besucht, um mehr über den Diplomatischen „Alltag“ in der UN zu erfahren und um sich in die Arbeit in den Vereinten Nationen besser einfühlen zu können.

Spannende Diskussionen

In der zweiten Woche fand dann die eigentliche Konferenz statt. Über 5.000 Hochschulstudenten aus der ganzen Welt fanden hier zusammen, um in den verschiedenen Komitees die Interessen der 193 UN-Mitgliedsstaaten bestmöglich zu vertreten. In dieser Woche wurde vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden gearbeitet. Als Ausgleich für die kurzen Nächte erlebte die Würzburger Delegation viele spannende Diskussionen und Vorträge. Allianzen wurden geschmiedet und gebrochen und schlussendlich konnten die Studenten viele innovative Vorschläge vorlegen, beispielsweise zu den dringlichen globalen Problemen Fremdenfeindlichkeit oder der syrischen Flüchtlingskrise. Mit vielen Erlebnissen, Erkenntnissen und neuen Freundschaften ging es dann zurück nach Würzburg zur Vorbereitung des nächsten Planspiels für März 2016 mit einer neuen Studentengruppe, für die die Bewerbung noch bis zum 7. Juni läuft.

Viele Unterstützer

Unterstützt wurde die Würzburger Delegation 2015 unter anderem von der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg, Drykorn, der international tätigen Anwaltskanzlei Baker & McKenzie, von Lehrstühlen der Universität Würzburg sowie vom Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Christian Schuchardt. Da die Kosten, die zum Teil bereits bei den Vorbereitungen, vor allem jedoch bei der Teilnahme und Ausführung des Projekte selbst anfallen, nicht unerheblich sind, ist die Würzburger Delegation auf weitere Spenden und Sponsoren angewiesen und würde sich über finanzielle Unterstützung sehr freuen.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Gabriel Kreuzer.

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