Arbeitsmarkt Mai 2015

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Würzburg erleben

3. Juni 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Arbeitslosenquote sinkt weiter

Der lokale Arbeitsmarkt präsentierte sich im aktuellen Berichtsmonat weiterhin robust. Die Zahl der Arbeitslosen ist auf den niedrigsten Stand in einem Mai seit 1992 gesunken. Insgesamt waren 8.090 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 340 weniger als im April (-4,0 Prozent) und 620 weniger als vor einem Jahr (-7,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 3,1 Prozent. Die Beschäftigungssituation in der Region hat weiterhin von den günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitiert. Wichtigster Treiber war hierbei die ungebrochene Kauflaune der Verbraucher. Diese hatten dank des hohen Beschäftigungsniveaus, steigender Löhne und niedriger Inflation mehr Geld für den Konsum übrig. Darüber hinaus beflügelten der niedrige Euro und Minizinsen die Investitionsbereitschaft.

Arbeitsmarkt unbeeindruckt

Eugen Hain, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Würzburg, mit einer Einschätzung der aktuellen Entwicklung: „Der heimische Arbeitsmarkt zeigte sich von den gelegentlich zu vernehmenden konjunkturellen Gewinnwarnungen völlig unbeeindruckt und blieb mit stoischer Ruhe unverändert auf der Erfolgsspur. Die Tatsache, dass in den Landkreisen Kitzingen, Würzburg und Main-Spessart die Arbeitslosenquote – zum Teil deutlich – unter drei Prozent lag, spricht für sich. Auch die 4,2 Prozent für Würzburg stellen für eine Großstadt einen ganz hervorragenden Wert dar. Dass die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischen Wurzeln spürbar gestiegen ist, trübt etwas die Erfolgsbilanz. Die Eintrittskarte für die Teilnahme am Arbeitsmarktgeschehen ist fast ausnahmslos eine hinreichende Beherrschung der deutschen Sprache. Darüber hinaus wird vielfach auch noch einschlägige Berufserfahrung‘ gefordert.“

Zu- und Abgänge

Im Mai haben sich 2.310 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 570 weniger als im April und 340 weniger als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum haben 2.630 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet. Gegenüber dem Vormonat war das ein Rückgang um 760 und gegenüber dem Vorjahr um 280. Während sich die Zugänge im Vorjahresvergleich um knapp 13 Prozent verringerten, fiel die Veränderung bei den Abgängen mit rund zehn Prozent etwas geringer aus.

Entwicklung der Personengruppen

Gegenüber Mai 2014 ist die Arbeitslosigkeit bei nahezu allen betrachteten Personengruppen gesunken. Bei den Frauen und den über 55-Jährigen um etwa elf Prozent, bei den Langzeitarbeitslosen um zehn Prozent, den Schwerbehinderten um acht Prozent und bei den unter 25-Jährigen um fünf Prozent. Gegen den Trend entwickelte sich dagegen die Arbeitslosigkeit bei den nichtdeutschen Arbeitslosen. Der Bestand ist gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent angewachsen. In der Summe wurden 3.610 Frauen, 2.230 Langzeitarbeitslose, 1.890 über 55-Jährige, 1.380 Personen ohne deutschen Pass, 790 Schwerbehinderte und 680 Jüngere unter 25 Jahre gezählt.

Stabile Nachfrage nach Arbeitskräften

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag mit 3.400 rund ein Viertel höher als vor einem Jahr. Mit 1.270 zugegangen Stellen im Berichtszeitraum wurde das Vorjahresniveau um rund 20 Prozent übertroffen. Besonders gesucht wurden Fachkräfte in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, der Mechatronik und Elektronik, in medizinischen Gesundheitsberufen, im Bereich Verkehr und Logistik sowie im Verkauf.

Entwicklung in den Regionen

In den drei Landkreisen des Agenturbezirkes und der Stadt Würzburg war die Arbeitslosigkeit niedriger als im Vormonat und Vorjahr. Erstmals in diesem Jahr unterschritten die Landkreise gemeinsam die 3-Prozent-Marke bei der Arbeitslosenquote. Mit 2,2 Prozent (1.590 Arbeitslose) konnte Main-Spessart die niedrigste Quote vorweisen. Im Landkreis Würzburg betrug die Quote 2,3 Prozent (2.080 Arbeitslose) und im Landkreis Kitzingen 2,9 Prozent (1.440 Arbeitslose). Die Stadt Würzburg verzeichnete eine Quote von 4,2 Prozent (2.980 Arbeitslose). Der Arbeitslosenbestand verringerte sich in den zurückliegenden zwölf Monaten in Main-Spessart um knapp zwölf Prozent, im Landkreis Würzburg um neun Prozent und im Landkreis Kitzingen um vier Prozent. Im Stadtgebiet betrug der Rückgang fünf Prozent.

Mehr Wahlmöglichkeiten für Ausbildungssuchende

Von Oktober bis Mai haben Betriebe und Verwaltungen 3.690 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ein Plus von 120 (+3 Prozent) gegenüber dem letztjährigen Ergebnis. Aktuell waren davon 1.560 noch unbesetzt, 110 (+8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Ausbildungsangebote wurden von 3.360 Jugendlichen nachgefragt, die als Bewerber in der Berufsberatung vorgemerkt wurden. Die Nachfrage übertraf den Vorjahreswert um 80 Jugendliche (+3 Prozent).

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg.

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