Fast 20 Kilometer Stau auf der A 3 bei Wertheim
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Würzburg erleben
6. Juni 2015

Symbolbild Würzburg
Massive Verkehrsbeeintächtigungen
WERTHEIM. In der Baustelle bei Wertheim, kam es am Freitagmittag zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen. Aufgrund der anhaltenden Hitze verschob sich die Betonmittelleitplanke und ragte hierdurch vereinzelt bis zu 70 cm in den linken Fahrstreifen hinein.
Kein Seitenstreifen wegen Ausbau
Die Bundesautobahn A 3 wird zurzeit zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Helmstadt, auf Höhe Wertheim, auf einer Länge von ca. 8 km, für den 6-streifigen Ausbau umgestaltet.
In diesem Bereich wird der Verkehrsteilnehmer gemeinsam auf eine Richtungsfahrbahn im sogenannten 4/0 Verkehr umgelegt. Die Fahrstreifen müssen hierzu etwas verengt werden und es trennt eine Betonleitwand die Fahrtrichtungen. Ein Seitenstreifen ist nicht vorhanden.
Betonleinwand aufgrund Hitze verschoben
Aufgrund der anhaltenden Hitze und der gestern gemessenen Außentemperatur von stellenweise über 33° Celsius verschoben sich die Betonleitwände im Baustellenbereich.
Zunächst meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer leichte Verschiebungen kurz vor und ein paar hundert Meter nach der Anschlussstelle Wertheim.
Als die Autobahnpolizei Würzburg den Streckenabschnitt in Augenschein nahm, stellte sie fest, dass bereits an drei Stellen die jeweils linke Spur durch die Ausdehnung der Mittelschutzwand um bis zu 70 cm verengt wurde. Die zuständige Verkehrssicherungsfirma wurde umgehend hiervon in Kenntnis gesetzt und entsandte einen Arbeitertrupp.
Nach Eintreffen der Mitarbeiter und dem Versuch die Betonwände mit einem Stemmeisen wieder auszurichten, zeigte sich, dass die Wände stark unter Druck standen. Sie federten entweder wieder zurück, in genau die andere Richtung oder ein paar Meter weiter wieder in den linken Fahrstreifen hinaus.
Stau in beide Fahrtrichtungen
Es musste eine andere Lösung gefunden werden. Nach Rücksprache mit der Verkehrssicherungsfirma wurde klar, dass eine schnelle Lösung nur durch eine Fremdbeauftragung möglich ist. Zwischenzeitlich häuften sich die Anrufe und Mitteilungen, dass es noch weitere Verengungen durch die Mittelschutzwand gibt.
Durch die Polizei wurde eine weitere Firma aus Wertheim damit beauftragt, die erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung so schnell wie möglich zu beseitigen. Aufgrund der Fahrbahnverengungen kam es zu massiven Behinderungen und der Verkehr staute bereits sich in beiden Richtungen.
Durch die hinzugezogene Firma aus Wertheim wurde immer an den Spannungspunkten ein Feld herausgehoben, um so die Betonwände wieder ausrichten zu können.
Dies bedingte aber, dass der Verkehr immer wieder komplett angehalten werden musste, um eine Gefährdung auszuschließen. Auf einer Länge von ca. 5 km wurden insgesamt 10 Betonfelder herausgenommen, um die Abtrennung der beiden Richtungsfahrbahnen wieder exakt ausrichten zu können.
Kurz nach halb acht konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Die Arbeiten dauerten knapp 5 Stunden und der Verkehr Richtung Süden hatte sich auf fast 20 Kilometer angestaut. In Richtung Frankfurt betrug der Stau ca. 6 km.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

