Fünf Vereine und Initiativen für das MOZ
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Würzburg erleben
9. Juni 2015

Symbolbild Würzburg
Die Zahl der Unterstützer/Innen wächst
Die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich für den Gesamterhalt des früheren Mozart-Gymnasiums einsetzen, wächst laut einer Pressemitteilung der BI „Rettet. Diese ermutigende Entwicklung erhielte zusätzliche Schubkraft durch das gemeinsame Auftreten und durch eine gemeinsame Erklärung von fünf Vereinen und Initiativen.
Die BI „Rettet das MOZ!“, die Heiner-Reitberger-Stiftung, die Initiative Stadtbild Würzburg, der Verschönerungsverein Würzburg e.V. und die Initiative „SuMSinsMOZ !!“ (Sing- und Musikschule in das Mozart-Gymnasium) seien sich einig, dass das Mozart-Areal und der Kardinal-Faulhaber-Platz in städtischem Besitz bleiben und erhalten werden müssen! Dies ist für die Stadtentwicklung von herausragender Bedeutung. Denn hier bestehe in unmittelbarer Nähe zur Musikhochschule und nicht weit von der Residenz entfernt die Möglichkeit zur Einrichtung eines städtischen kulturellen Zentrums (Städtische Musikschule, weitere Lehranstalten, UNESCO-Welterbe-Infozentrum usw.) Die ausschließlich rendite-orientierte Massierung von bis zu sechsgeschossigen Gebäudekörpern für Luxuswohnungen und zusätzlichem Konsum direkt gegenüber dem Weltkulturerbe Residenz ist für das Bündnis undenkbar!
Nutzungskonzepte wären nie in Erwägung gezogen worden
1992 hat der Landesdenkmalrat die Altstadt Würzburgs unter Ensembleschutz gestellt. Der Gebäudekomplex des Mozart-Gymnasiums sei laut der Pressemitteilung nicht nur als Teil dieses Ensembles, sondern durch seine besondere architektonische Qualität ein herausragendes Denkmal für Würzburger Architektur und Kunst. Außerdem verkörpere das Gebäude ein wesentliches Stück Würzburger Nachkriegsgeschichte. „Wie will die Stadt zukünftig noch von den Bürgerinnen und Bürgern Denkmalschutz-Auflagen einfordern, wenn sie selbst ein bedeutendes Baudenkmal des Wiederaufbaus nach den Zerstörungen des 16. März sang- und klanglos vernichtet? Als Untere Denkmalschutzbehörde hat die Stadt Würzburg die gesetzliche Verpflichtung, ernsthaft zu prüfen, wie das Denkmal Mozart-Schule erhalten und einer künftigen sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann.“
Sowohl die BI „Rettet das MOZ!“ als auch die Heiner-Reitberger-Stiftung hätten Nutzungskonzepte vorgelegt, die nie ernsthaft diskutiert oder in Erwägung gezogen worden. „Wann wurde eigentlich jemals mit der Bevölkerung diskutiert, ob der Kardinal-Faulhaber- Platz bebaut oder als Platz erhalten bleiben soll? Die von der Strabag vorgelegte Planung für den Faulhaber-Platz demonstriert eindrücklich, dass die dort vorgesehene Bebauung eine Katastrophe für das Stadtbild darstellen würde. Wieder einmal ist geplant, die Entwicklung Würzburgs auswärtigen Investoren, die kein Gespür für unsere Stadt haben, auszuliefern.“
Die kurzfristig, lediglich mündlich in Erwägung gezogene „mögliche Einbeziehung der Sing- und Musik-Schule könne als vorgeschobenes Investoren-Feigenblatt nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Filetgrundstück gegenüber der Residenz ausschließlich profit-orientiert ausgeschlachtet werden solle. Es fehlte sogar die Zeit, die Bezeichnung „Sing- und
Musikschule“ in der Rohskizze zu vermerken. „Stellen sich die Verantwortlichen im Rathaus allen Ernstes solch eine Alibi-Lösung für die größte Schule Würzburgs vor?“, so die Frage in der gemeinsamen Pressemitteilung der Initiativen.
Volle Kraft in den Bürgerentscheid
Das Bündnis wird seine ganze Kraft und Energie einsetzen und den Bürgerentscheid 2 „Rettet das MOZ!“ zu einem erfolgreichen Ende führen. Es fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, den weiteren Ausverkauf unserer Stadt zu verhindern und am 5. Juli beim Bürgerentscheid 2 „Rettet das MOZ!“ mit „JA“ zu stimmen.
Dieser Artikel beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung der fünf Vereine und Initiativen.

