IHK und FHWS stärken innovative Start-Ups

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Würzburg erleben

18. Juni 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ausprobierkultur statt Fokusfalle

Alterung der Gesellschaft, Klimawandel, 3-D-Druck oder die Ökonomie des Teilens – diese und weitere Trends stellen Unternehmer vor Herausforderungen, schaffen aber zugleich neue Erfolgschancen. Die IHK Würzburg-Schweinfurt informierte deshalb gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) Existenzgründer, Jungunternehmer und Betriebe, wie sie mit einfachen Instrumenten Trends aufspüren und für den Alltag nutzbar machen.

Trends durch Start-Ups

„Rohstoffverknappung, Demografie, Nachhaltigkeit oder Mobilität bieten Chancen für unternehmerische Potenziale.“, so Professor Dr. Gerhard Hube. Gerade Start-Ups könnten diese Trends nutzen, weil sie in der Regel flexible Organisationsstrukturen haben und Märkte wie Kunden gut kennen, so der Experte für Strategisches Innovationsmanagement an der FHWS. Er stellte konkrete Instrumente, wie etwa DEPATISnet oder Google Research vor, um Trends einfach und kostengünstig zu analysieren und in den direkten Strategieprozess zu integrieren.

Typische Fehler

Hube warnte aber die 30 Zuhörer zugleich vor so genannten Fokusfallen: „Schauen Sie nie nur auf das eigene Produkt, sondern immer über den Tellerrand und überlegen Sie, wie Sie neue Chancen ergreifen können.“ Als typische Fehler nannte er das „Happy Engineering“, bei dem man technisch hochkomplexe Produkte erstelle, die aber aufgrund der schwierigen Bedienbarkeit kaum an den Kunden zu bringen sind oder das Verschlafen von Technologiesprüngen, bei denen Marktänderungen eigene Produkte schlicht ersetzen, wie an der Entwicklung der Fotografie-Branche erkennbar.

Chancengetrieben

Trotz einer aktuellen Schwächephase beim Gründungsgeschehen in der Region sieht die IHK, dass Ideenreichtum und Innovationsgrad der Gründer steigen. „Der Großteil der heutigen Gründer ist chancengetrieben. Nicht zuletzt die gute Situation auf dem Beschäftigungsmarkt bewirkt, dass eher jene gründen, die dies auch wirklich wollen, weil sie gute Ideen haben.“; so Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung sowie Standortpolitik.

Wichtig sei es daher, den innovativen Start-Ups Rückenwind zu geben und durch spürbare Entlastungen in Sachen Bürokratie Hilfestellungen zu bieten. „Ein Venture Capital Gesetz für mehr Wagniskapital in Deutschland, Vereinfachungen bei der Steuergesetzgebung, Konzentration auf einheitliche Anlaufstellen für Start-Ups, aber auch Zugangsvoraussetzungen für die Selbstständigkeit, das sind konkrete Hilfestellungen, die es für eine zukunftsfähige Gründerszene in Deutschland braucht.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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