Meisterklasse Prof. Jerry Zeniuk/Ingrid Floss stellt im ZIM aus
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sophiascheder
24. Juni 2015

Symbolbild Würzburg
Die Farbe zuerst
Erneut bietet das Universitätsklinikum Würzburg zeitgenössischen Künstlern den Rahmen, ihre Arbeiten zu zeigen. Im Zentrum für Innere Medizin ZIM ist vom 02.07. 2015 bis 31.10.2015 eine Ausstellung der privaten Kunstakademie Kolbermoor zu sehen.
Auf Farbe basierende Bildgestaltung
Die neun Absolventen des Studiengangs Farbmalerei bei Prof. Jerry Zeniuk und Ingrid Floss an der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor loten das Terrain der Farbmalerei mit ganz individuellen Ergebnissen aus: changierend zwischen rationaler Herangehensweise als Gegenpol zur Expressivität, Gegenstandslosigkeit, freien Formen und figürlichen Motiven. Allen gemeinsam ist die auf Farbe basierende Bildgestaltung. Farbe als Mittel, als Thema und als Essenz des Bildes.
Tradition des Tafelbildes
Aufbauend auf der Tradition des Tafelbildes (die hier gezeigten Arbeiten sind gefertigt mit Öl/Acryl, Pinsel und Spachtel auf Leinwand) werden z. B. durch spontane Pinselgesten, die Beachtung des Malprozesses und der Materialität der Farbe sowohl die Emotionalität und Subjektivität des Künstlers, als auch die pure Energie der Farbe zum Ausdruck gebracht. „Malen ist eine wertvolle und bedeutende und dem 21.Jahrhundert angemessene Form, um inhaltlich etwas auszusagen. “ (J. Zeniuk)
Wesentliche Prinzipien
An einer privaten Kunstakademie (AdbK Kolbermoor) haben der US-amerikanische Künstler und emeritierte Professor der Münchener Kunstakademie Jerry Zeniuk und die Künstlerin Ingrid Floss im Rahmen eines intensiven 3-jährigen Studiengangs den ausstellenden Künstlern wesentliche Prinzipien der Farbmalerei vermittelt.So kommt z. B. die auf der Farbe basierende Bildgestaltung ohne tiefenräumliche Illusion aus, baut auf Kontraste von Farbton und Intensität. Mit Farbe als zentralem kompositorischen Element geht es in der Farbmalerei um Farbbeziehungen. Befreit vom Element des Erzählerischen erlaubt diese Kunst den ganz individuellen Ausdruck, erlaubt malerische Fülle und Freiheit. Es geht um Farbe, Licht und Raum.
Improvisatorische Farbmalerei
Seit Cezanne hat die Farbmalerei eine lange Tradition mit Monet, den Fauvisten, Expressionisten, dem Blauen Reiter, den Abstrakten Expressionisten (USA) bis hin zu den Künstlern der Gegenwart. In diesem historischen Prozess hat sich die Farbe von der Bezeichnung des Gegenstandes gelöst und autonomen Charakter angenommen. Die von den ausstellenden Künstlern gezeigte Farbmalerei entsteht oft improvisatorisch. „Das Bild, die Komposition, der Farbklang und die Räumlichkeit entstehen während des Malprozesses.“ (I. Floss). Die Malerei ist für den Künstler ein visueller Erfahrungsprozess, im Malakt wird die Welt der Farbe erfahren.
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Universitätsklinikum Würzburg.

