Messerstich trifft Türe: Verwirrter Mann fühlt sich verfolgt

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28. Juni 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

BESSENBACH OT KEILBERG LKR. ASCHAFFENBURG. Eine Hausstüre hat am Samstagabend einen Messerstich in Richtung eines 50-Jährigen abgefangen. Ein 49-Jähriger hatte zuvor den Hausbewohner mit einem Küchenmesser bedroht. Verletzt wurde niemand, der Angreifer wurde kurz darauf festgenommen.

Mit Küchenmesser angegriffen

Gegen 18:45 Uhr hörte der 50-Jährige Schreie auf der Straße und öffnete die Haustüre. Er sah dann einen Mann, der mit einem Küchenmesser in der Hand in seinem Hoftor war und auf ihn zuging. Sofort schloss der Bewohner die Haustüre um sich dem Angriff zu entziehen.

Als er wenig später die Stimme einer Frau hörte, die offenbar auf den anderen Mann draußen einredete, öffnete er erneut die Haustüre, um nachzusehen. Unmittelbar darauf ging der Beschuldigte wieder auf den 50-Jährigen los, der dann genau in dem Moment die Haustüre wieder zuschlug, als der Angreifer mit dem Messer ausholten und in seine Richtung stach. Das Messer traf das Türblatt außen.

In psychiatrischer Einrichtung

Die alarmierten Polizeibeamten aus Aschaffenburg hatten in der Folge den Tatverdächtigen schnell ausgemacht. Dieser wohnte in der Nähe und war nach ersten Erkenntnissen in einer psychischen Ausnahmesituation. Er äußerte, dass man ihn beobachte und geistig zu manipulieren versuche.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Beschuldigte am Sonntagvormittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen vorläufigen Unterbringungsbefehl gegen den Mann anordnete. Jetzt befindet sich der Mann in einer psychiatrischen Einrichtung.

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