Würzburg mit Wolfsburg verwechselt: 10-Jähriger auf Abwegen
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Würzburg erleben
2. Juli 2015

Symbolbild Würzburg
Bundespolizei organisiert Reise
WÜRZBURG/WOLFSBURG. Ein 10-jähriger wollte gestern von Essen aus per Zug zu seiner Mutter nach Würzburg reisen, landete aber aus Versehen im 380 km entfernten Wolfsburg. Die Bundespolizei sorgte dafür, dass die besorgte Mutter ihren Sohn am Abend doch noch in die Arme schließen konnte.
Die Mutter des 10-Jährigen, der bei seinem Vater in Velbert (NRW) lebt, wollte ihren Sohn am Würzburger Hauptbahnhof abholen. Weil ihr Kind jedoch nicht mit dem entsprechenden Zug in Würzburg ankam, bat die besorgte 43-Jährige gegen 19 Uhr eine Streife der Bundespolizeiinspektion Würzburg um Hilfe. Die Beamten nahmen und ihre 17-Jährige Tochter mit auf die Dienststelle, um gemeinsam mit ihr den Verbleib des Jungen zu ermitteln.
Wenige Telefonate später kannten die Polizisten seinen Aufenthaltsort. Wie sich herausstellte, hatte der Junge mit afghanischer Herkunft, am Essener Hauptbahnhof nach einer Zugverbindung zum Würzburger Hauptbahnhof gefragt. Weil er jedoch „Würzburg“ wie „Wolfsburg“ ausspricht, kam es zur Verwechselung und er fuhr in die 380 km entfernte Stadt in Niedersachsen.
Die Bundespolizei organisierte daraufhin die Reise des „Gestrandeten“. Beamte der Polizeiinspektion Wolfsburg nahmen den Jungen in Ihre Obhut und übergaben ihn dem Zugpersonal des nächsten ICE in Richtung Fulda, wo ihn das dortige Bundespolizeirevier beim Umstieg in den Anschlusszug nach Würzburg begleitete.
Um 22:30 Uhr konnte die überglückliche Mutter ihren Sohn am Bahnsteig des Würzburger Hauptbahnhofs endlich wie geplant in die Arme schließen.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

