Festnahme: Gesuchter stellt sich unabsichtlich
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Würzburg erleben
7. Juli 2015

Symbolbild Würzburg
Seinem Freund in Haft gefolgt
WÜRZBURG. Weil er das ausstehende Ordnungsgeld für seinen Bekannten im Gefängnis bezahlen wollte, kam gestern Abend ein 41-Jähriger zur Bundespolizeiinspektion Würzburg. Wie die Beamten feststellten, hatte der Zwickauer jedoch selber eine weitaus höhere Rechnung mit Justitia zu begleichen und musste seinem Freund in die Haftanstalt folgen.
Ab in Ordnungshaft
Am Sonntagabend hatte eine Streife der Bundespolizei nach einer Kontrolle am Würzburger Hauptbahnhof einen 40-Jährigen festgenommen, weil ihn die Staatsanwaltschaft Ulm suchte. Der Brandenburger hatte wegen Verstößen gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz noch ein Ordnungsgeld in Höhe von 150 Euro zu zahlen. Da der Gesuchte den Betrag nicht aufbringen konnte, musste er eine dreitägige Ordnungshaft im Gefängnis antreten.
Unfreiwillig selbst gestellt
Gestern Abend kam gegen 19 Uhr ein 41-Jähriger Bekannter des Festgenommenen zur Bundespolizeiinspektion Würzburg, um das Ordnungsgeld für seinen Freund zu bezahlen und ihm somit die Freiheit zu erkaufen. Als die Beamten die Personalien des Zwickauers überprüften, stellten sie jedoch fest, dass er das Geld selber gut gebrauchen konnte – er hatte aus einem offenen Haftbefehl wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses noch eine Geldstrafe von 900 Euro zu zahlen.
Da der 41-Jährige den Betrag nicht aufbringen konnte, ging es auch für ihn ins Gefängnis, wo er nun eine 90-tägige Haftstrafe verbüßen muss. Das Ordnungsgeld für seinen Bekannten im Gefängnis zahlte er doch nicht mehr ein.

