Ohne eigenes Auto ans Ziel kommen

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sophiascheder

21. Juli 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Fernbeziehung, Geschäftstermin, Heimatbewusstsein

Ob als Student, der am Wochenende zurück in die Heimat will, ein Wochenendausflug mit den Freunden, oder ein Geschäftstermin in einer anderen Stadt: Die Gründe ein günstiges aber zuverlässiges Transportmittel zu benötigen sind zahlreich und nie zuvor war es so leicht, von einem Ort zum Anderen zu kommen. Der Fernbus, die Bahn, oder die Mitfahrgelegenheit sind drei Möglichkeiten größere Strecken ohne eigenes Auto zurückzulegen. Als vierte Möglichkeit gibt es darüber hinaus Carsharing als Tipp für die Region.

Fernbus

Fernbusse waren in Deutschland früher wenig bekannt, denn aufgrund der Gesetzeslage durften sie nur in Ausnahmefällen verkehren. Seit der Liberalisierung des Fernbus-Marktes Anfang 2013 hat sich jedoch einiges getan im Personen-Fernverkehr. Zu günstigen Konditionen kann man entspannt quer durch Deutschland reisen. Ein Manko aber: Die Buslinien verkehren hauptsächlich nur zwischen den großen Städten im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands. Im Vergleich zum Bahnverkehr beispielsweise sind die Fernbusse um einiges kostengünstiger, allerdings muss man auch mit einer erheblich längeren Reisezeit rechnen. Auf den ohnehin häufig überlasteten Hauptverkehrswegen sind Staus und Verspätungen vorprogrammiert.

Interessant ist die Möglichkeit der Fernbusreise auch für ältere Menschen, die auf diese Weise ohne Umsteigen und komfortabel an ihr Ziel gelangen können. Bequeme Sitze, große Beinfreiheit, sowie das stressfreie Reisen gehören zu den stichhaltigen Argumenten für die Fernbusse. Die Anzahl und das Gewicht der Gepäckstücke sind jedoch in den meisten Fällen eingeschränkt und die Mitnahme des Haustieres nicht bei jedem Anbieter erlaubt.

Bahn

Durch die vergleichsweise hohen Preise für Bahnfahrten in Deutschland bevorzugen viele Pendler den motorisierten Verkehr. Wer gerne mit dem Zug reist, kann aber bei rechtzeitigem Suchen und online recherchieren durchaus preiswerte Angebote finden. Das Reisen mit der Bahn gilt als umweltfreundlich, sicher und bequem. Durch die staufreie Reise, ist die Wahrscheinlichkeit pünktlich ans Ziel zu kommen sehr hoch. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 Km/h kommt man mit dem ICE zudem schneller am Zielort an, als wenn man mit dem motorisierten Verkehr auf den deutschen Autobahnen fährt.

Auch der Punkt des barrierefreien Fahrens wird berücksichtigt: Jeder ICE verfügt über rollstuhlgerechte Stellplätze, Eingangsbereiche und auch Toiletten. Ein weiterer positiver Aspekt ist das stark weiterentwickelte Streckennetz. Durch die vielen großen, aber auch kleineren Bahnhöfe erreicht man deutschlandweit mit der Bahn fast jede Stadt. Allerdings ist die Pünktlichkeit der Bahn wohl seit Jahren ein leidiges Thema. Fast jeder ist in seinem Leben schon einmal mit einem verspäteten Zug gefahren. Somit bleibt einem beim Zugfahren nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass der gebuchte Zug pünktlich am Abfahrtsbahnhof erscheint.

Mitfahrgelegenheit

Zusammen ist man weniger allein, und kommt auch noch billiger weg. Fahrgemeinschaften werden besonders bei den Studenten immer beliebter. Per Internet oder App können einmalige Fahrten angeboten, gesucht oder auch regelmäßige Fahrgemeinschaften gebildet werden. Der Preis wird vom Autofahrer festgelegt. Hierbei kommt es auf die Entfernung und auf die Anzahl der Mitfahrer an. Da der Platz des Stauraums im Auto sehr begrenzt ist, muss bei der Mitfahrgelegenheit die Zahl und Größe der Gepäckstücke mit dem Fahrer abgesprochen werden, meistens kann aber nur ein kleines Gepäckstück mitgenommen werden.

Für Menschen, die eine instinktive Abneigung davor haben, sich zu einem Fremden ins Auto zu setzen und das eigene Schicksal dessen Fahrkünsten anzuvertrauen, wird die Mitfahrgelegenheit wohl nichts sein. Andere aber finden gerade die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen attraktiv. Finanziell sind die Mitfahrgelegenheiten auf jeden Fall häufig eine günstigere Alternative als die Bahn oder der Fernbus. Hierbei muss aber beachtet werden, dass durch die oft gewählten Kleinwägen der Komfort während der Fahrt um einiges eingeschränkter ist.

Carsharing in und um Würzburg

Für kurze Strecken innerhalb der Region eignet sich übrigens auch das sogenannte Carsharing. Seit kurzem bietet die WVV in Zusammenarbeit mit Scouter diesen Dienst an. Ob Einkauf, Arzt- oder Behördengänge, Ausflüge oder Besuche – obwohl nicht jeder ein Auto besitzt, ist es ab und an doch ganz praktisch die Vorteile eines Autos zu nutzen. Das hat sich auch die WVV gedacht und ergänzt mit diesem Angebot die bestehenden Leistungen ihres ÖPNV-Angebots, mit besonderem Augenmerk auf die Flexibilität der Abokunden.

Paul Lehmann, Bereichsleiter Mobilitätsdienstleistungen der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) ergänzt: „Unser Carsharing-Angebot ist ein wichtiger Baustein eines zeitgemäßen Mobilitätskonzepts für Würzburg und die Region. Carsharing ist keine Konkurrenz für Bus und Straßenbahn, sondern eine sinnvolle Ergänzung.“Neben dem Plus an Mobilität bringt Carsharing weitere positive Effekte mit sich, denn die gemeinschaftliche Nutzung von PKWs trägt auch zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrsraumes bei und verringert Abgase und Lärm. Mehr Informationen dazu, findet Ihr hier. 

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