Alarmplan Main: Regierung von Unterfranken spricht „Warnung“ aus

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13. August 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Warnung gilt für Meldebereich 1

Auf der Grundlage des „Alarmplans für den bayerischen, staugeregelten Main – Gewässerökologie vom 23.08.2012“ hat die Regierung von Unterfranken aktuell (erneut) eine „WARNUNG“ ausgesprochen. Die Warnung gilt für den Meldebereich 1, von der Landesgrenze nach Hessen bei Kahl (Main-km 66,6) bis unterhalb der Staustufe Erlabrunn (Main-km 241,2). Sollte sich in der nächsten Zeit die Wetterlage nicht wesentlich verändern, ist mit einem „Alarm“ zu rechnen.

Ursache der Warnung

Ursache der Warnung ist die derzeit anhaltende warme/ trockene Wetterlage, die auch die gewässerökologischen Verhältnisse im Main belastet. Nach dem Alarmplan Main ist eine Warnung auszusprechen, wenn an den einschlägigen Messstationen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen sich Wassertemperaturen von gleich oder über 25 Grad ergeben. Dies ist an der Messstelle Kahl der Fall. Darüber hinaus weist der Main derzeit sehr niedrige Abflüsse auf, die zu einer geringen Verdünnung eingetragener Stoffe führen.

Vorgaben des Alarmplans

Nach den Vorgaben des Alarmplans ist daher in den folgenden Tagen alles zu unterlassen, was zu zusätzlichen Belastungen im Main führen könnte. Dies gilt z.B. für Schlammräumungen und Baggerungen im Main und in seinen Nebengewässern, soweit sie nicht zwingend zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und der Leichtigkeit des Verkehrs auf der Bundeswasserstraße notwendig sind. Außerbetriebnahmen (auch teilweise) von Kläranlagen für Revisionsarbeiten sind nicht mehr zulässig. Die Turbinenbelüftung im Kraftwerk Kleinostheim ist vorzuhalten.

Die Landratsämter und Stadtverwaltungen wurden bereits gebeten, alle Direkteinleiter (Kläranlagen und Industriebetriebe) zu verständigen. Weitere Informationen zum Alarmplan Main, den verschiedenen Warnstufen und den damit verbundenen Maßnahmen sind im Internet abrufbar. Aktuelle Informationen zur Wasserqualität, Wassertemperatur und einen Lagebericht zur Gewässersituation (Oberflächenwasser/Grundwasser) finden Interessierte im Niedrigwasser-Informationsdienst des Freistaates Bayern hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

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