Lasterfahrer seit 70 Stunden ohne ausreichende Pause unterwegs

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sophiascheder

13. August 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Mehrtägige Ruhephase angeordnet

GEISELWIND, LKR. KITZINGEN. Viel zu lange und viel zu schnell – und das auch noch mit einer fremden Fahrerkarte – war ein Kraftfahrer unterwegs, den Autobahnpolizisten in der Nacht zum Donnerstag auf der A 3 kontrolliert haben.

Letztendlich musste der Mann seinen Sattelzug bis Sonntagabend abstellen und die Staatsanwaltschaft ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro an.

Überholen in Überholverbotszone

Kurz vor Mitternacht fiel den Beamten der 40-Tonner bei einem Überholvorgang in der Überholverbotszone zwischen den Anschlussstellen Geiselwind und Schlüsselfeld auf und sie stoppten den Sattelzug.

Bei der Kontrolle versuchte der 60-jährige Fahrer, der allein im Fahrzeug war, durch Ablenkungsmanöver zu verhindern, dass die Polizisten die Fahrerkarte aus dem Kontrollgerät entnahmen. Als die Kontrolleure dann doch die Karte mit den digitalen Aufzeichnungen in Händen hatten, stellten sie zunächst fest, dass die Karte einem anderen gehörte.

Ablenkungsmanöver

Seine eigene Fahrerkarte, die er schon seit einer Woche nicht mehr benutzt hatte, fanden die Beamten in der Hosentasche des Mannes.

Die Daten auf der benutzten Fahrerkarte erklärten auch das Verhalten des Lkw-Fahrers bei der Kontrolle: Er hatte seit 70 Stunden keine ausreichende Pause mehr eingelegt und war mehrmals mit einer Geschwindigkeit von über 120 km/h unterwegs gewesen.

Fälschung beweiserheblicher Daten

Nun wird gegen ihn unter anderem wegen des Verdachts der Fälschung beweiserheblicher Daten, Missbrauch von Ausweispapieren und Verstößen gegen das Fahrpersonalgesetz ermittelt. Da er keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er für die zu erwartende Strafe eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

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