„The Speaker“: Eine elekronische, atmosphärische Symphonie
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Würzburg erleben
20. August 2015

Symbolbild Würzburg
Ein Gastbeitrag von „The Speaker“
„Da blieb nur noch die Musik“
Ich bin Eduard (Philosophie-Student aus Würzburg) und ich arbeite unter meinem Künstlernamen ‚The Speaker“ als Regisseur und Komponist.
Angefangen Musik zu machen habe ich ungefähr 2007, als ich 17 oder 18 Jahre alt war, neben der Schule. Warum kann ich nicht mehr so genau sagen. Ich hatte irgendwie den Drang in mir entdeckt, Sachen erschaffen zu wollen, die ich wirklich ‚mein Eigen‘ nennen konnte. Und da ich handwerklich vollkommen unbegabt war ,ich bin totaler Linkshänder mit gleich zwei linken Händen, und das Malen/Zeichnen bei mir nicht richtig klappen wollte, blieb nur noch die Musik übrig.
Ich hatte vorher leider keinen richtigen, tiefergehenden Musik- und Instrumentalunterricht gehabt, außer ein Jahr Gitarrenunterricht, den ich schon Jahre zuvor voller Frust beendet habe. Ich habe mir daraufhin fast alle Instrumente, die ich finden konnte (Bass, Gitarre, Klavier und Schlagzeug) als Autodidakt beigebracht und – nachdem meine ersten Bands leider wieder auseinander gegangen waren – habe ich schließlich auch den Computer als ‚Instrument‘ entdeckt.
Dort habe ich dann erste Demos mit experimenteller, elektronischer Musik aufgenommen und als ‚Sweeping Logic‘ ins Internet gestellt. Das führte 2008 dann dazu, dass ich bei INQB8R, einem kleinen, internationalen Indie-Label für experimentelle, elektronische Musik ein paar meiner Demos veröffentlichen durfte. Tatsächlich habe ich gesehen, dass Leute heute immer noch meine alte Musik auf YouTube stellen und, dass es da eine kleine, recht aktive Fan-Gemeinde zu geben scheint:
Die erste Symphony „Urban Symphony No. 1: Love must die“
Als ich 2009/10 angefangen habe zu studieren, fing ich an, als Songwriter und Produzent für Pop/Rock-Bands und Verlage zu arbeiten, bis ich schließlich ein paar Jahre später in die Werbung gerutscht bin und auch für Werbespots (kleine Arbeiten für UK/US-Kampagnen von Rolex und Head n‘ Shoulders) komponieren durfte. Dabei fiel mir auf, dass ich als Werbekomponist nicht wirklich viel tauge und fing – naheliegend – an, nebenbei in der Marketingberatung zu arbeiten und nebenher als ‚The Speaker‘ wieder die Musik zu schreiben, die mir wichtig war.
Letztes Jahr habe ich als ‚The Speaker‘ (nach einer ersten EP ‚In The Air Tonight‘ im Jahr 2013) meine erste Symphonie „Urban Symphony No.1: Love Must Die“ fertig gestellt, ein selbstkomponiertes 40-minütiges Mixtape aus elektronischen, atmosphärischen Beats, die mit ‚klassichen‘ Kompositionstechniken miteinander verbunden worden sind. Dieses Jahr habe ich angefangen die gesamte musikalische Symphonie in einen 40-minütigen Musikfilm zu übersetzen, der das, was in der Musik der Symphonie angedeutet ist, zusätzlich in zusammenhängenden Bildern ausdrückt: das Dahinfließen menschlicher Beziehungen. Das war der Beginn meiner Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor. Das Video dazu ist aus der Symphonie und dem Musikfilm, welchen wir in den kommenden Wochen abdrehen werden, der meine Arbeit als Komponist und Regisseur zu einer Einheit zusammefassen wird.

