Blindeninstitut und Hochschule Würzburg erarbeiten Konzept

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Würzburg erleben

25. August 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Compliance sichert Rechtskonformität und Redlichkeit

Wenn Datenschutz, Finanz- oder Korruptionsskandale Unternehmen, Behörden oder karitative Organisationen erschüttern, hat die betroffene Organisation meistens schwerwiegende Fehler bei der Compliance gemacht. Aktuell vergeht kaum ein Tag, ohne das die Medien über Fälle von Korruption, Fehlverhalten oder Rechtsverstöße berichten. Nach dem ADAC steht momentan der internationale Fußballbund FIFA im Rampenlicht. Auch für Organisationen aus dem Sozialwesen ist es wichtig, diesen Gefahren entgegenzuwirken und vorzubeugen.

Betriebliches System kontrolliert Vorschriften

Unter Compliance versteht man ein betriebliches System, das die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie Regeln, die sich in diesem Fall die Blindeninstitutsstiftung selbst gegeben hat, ermöglicht, kontrolliert und durchsetzt. Mangelhafte Compliance kann gravierende Folgen und die Missachtung von Regeln kann juristische Konsequenzen haben, aber auch immense wirtschaftliche Verluste und Imageschäden verursachen. Der Bedarf an Compliance-Spezialisten steigt, weil sich Konzerne, Unternehmen und Stiftungen in einem immer dichteren Geflecht nationaler und internationaler Regeln bewegen und die Gefahr, ungewollt Regelverstöße zu begehen, latent vorhanden ist. Deshalb sind sie auf Spezialisten und Berater angewiesen.

Projektarbeit an Problemstellungen der Wirtschaft

Ein Markenzeichen des praxisorientierten Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die Projektarbeit an Problemstellungen der Wirtschaft. Da war es für die zukunftsorientierte Vorstandschaft der Blindeninstitutsstiftung, Johannes Spielmann und Dr. Marco Bambach, naheliegend, mit der heimischen Hochschule zusammen die Erarbeitung eines Compliance-Management-Systems in Angriff zu nehmen.

Studierende untersuchen das aktuelle Thema

Im vergangenen Semester untersuchte eine Gruppe von Betriebswirtschaftsstudenten des Studienschwerpunkts Organisation und Wirtschaftsinformatik der Fachrichtung Betriebswirtschaft unter der studentischen Leitung von Nida Güllep und Anton Reisenbüchler dieses hochaktuelle Thema.
Erarbeitet wurden die Aufgaben des Präventionsmanagements als Bestandteil des Risikomanagements, ein Ehrenkodex zur internen Verwendung mit externem Bezug, Maßnahmen zur Korruptionskontrolle im Arbeitsprozess zur Aufdeckung von Schwachstellen, die Klassifizierung der Datenbestände als Informationsquelle und deren Schutzwürdigkeit einschließlich konkreter Maßnahmen des Datenschutzes und der Datensicherheit, Vorschläge zur effizienten internen und externen Kommunikation einschließlich Dokumentationsvorschlägen und Vorschläge zu Richtlinien für eine gesetzeskonforme Spendeneinwerbung (Fundraising) der Stiftung.
Die Ergebnisse wurden der Unternehmensleitung präsentiert und als über 200 Seiten umfassender Projektbericht übergeben (sh. Foto).

Vorstände zeigen sich erfreut

Die Vorstände der Blindeninstitutsstiftung zeigten sich sehr erfreut über die Unterstützung der Studierenden. „Corporate Compliance hat in unserer Stiftung schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Mit diesem Projekt hat uns das Team um Frau Prof. Dr. Angelika Kreitel und Herrn Uwe Dolata M.A. ein Konzept erarbeitet, unsere Vorstellungen und unsere bereits vorhandenen Strukturen auf ein noch höheres Niveau zu heben“, so Dr. Bambach bei der Übergabe der Compliance-Konzeption.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Blindeninstitutsstiftung.

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