Mordversuch: Anklage gegen Mann aus Rimpar

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Würzburg erleben

14. September 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Rattengift im Körper gefunden

Der Besuch einer Frau in einer Notfall-Sprechstunde führte im vergangenen Jahr zu einer Ermittlung wegen Mordversuchs. Auf der Insel Fehmarn suchte eine im Rollstuhl sitzende Frau den Landarzt Dr. Johannes Grünitz auf, da sie Schmerzen von Kopf bis Fuß verspürte. Zudem litt sie unter enormen Haarausfall und hatte Probleme beim Laufen. Die geschilderten Symptome ließen bei dem Mediziner die Vermutung aufkommen, dass es sich um eine Thallium- oder Arsenvergiftung handeln könnte. Mit dem Krankenwagen wurde die Frau in eine Lübecker Spezialklinik gebracht. „Dort fanden die Ärzte heraus, dass die Frau tatsächlich Spuren des Rattengiftes Thallium im Körper hatte“, so der 64-jährige Mediziner gegenüber der Main-Post.

Ehemaliger Lebensgefährte unter Verdacht

Seither laufen die Ermittlungen der Würzburger Kripo unter Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen. Unter Verdacht steht der wohlhabende, ehemalige Lebensgefährte der Frau – ein ehemaliger Würzburger, jetzt in Rimpar wohnhaft. Es sei eine turbulente Beziehung mit vielen Auf und Abs gewesen, so berichtet die Main-Post. Er selbst beteuert sein fehlendes Motiv, dennoch halten die Beamten es für möglich. Nachdem sich die Hinweise zunehmend verdichteten, sitzt der Tatverdächtige mittlerweile in Untersuchungshaft.

Ein Sondereinsatzkommando stürmte im Januar die Wohnung des Mannes aus Rimpar und führte ihn ab. Die Klage wegen versuchten Mordes wurde bereits, so die Tageszeitung, von der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Sein Anwalt sieht die Anklage als vage und kaum gerechtfertigt an, aufgrund weit auslegbarer Fakten und einer unschlüssigen Beweiskette. Der Anwalt äußerte sich gegenüber der Main Post, er habe schon überzeugendere Anklagen gesehen und man werde sehen, ob es zu einer Verurteilung reichen werde.

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