Inklusion auf der Mainfranken-Messe
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Würzburg erleben
22. September 2015

Symbolbild Würzburg
Rollstuhlparcours, Roboterfahrzeuge, Cyber-Handschuhe
Die Universität Würzburg präsentiert sich ab Samstag, 26. September 2015, auf der Mainfranken-Messe. Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf dem Thema Inklusion. Zudem wird gemeinsam mit der Stadt ein Science Slam veranstaltet.
Das Schlagwort „Inklusion“ steht für das Ziel, Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. In vielen Schulen gibt es bereits inklusive Klassen, in denen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Dieser relativ neue Anspruch an das deutsche Bildungssystem wird an der Universität Würzburg auch in der Ausbildung angehender Lehrkräfte berücksichtigt. Das Sportzentrum der Uni verfolgt zudem den Ansatz, inklusive Sportangebote für Kinder und Erwachsene zu konzipieren und zu realisieren.
Einblicke und Mitmach-Aktionen
Die Universität stellt einige ihrer Arbeitsbereiche zum Thema Inklusion in diesem Jahr auf der Mainfranken-Messe im Zelt der Stadt Würzburg in Halle 1/2 vor. Die Messe beginnt am 26. September und dauert bis zum 4. Oktober 2015. Das Sportzentrum bietet dort Einblicke in seine Arbeit und Aktionen zum Mitmachen an. Die Besucher am Stand der Universität können einen Rollstuhlparcours durchlaufen und dabei unter anderem versuchen, aus dem Rollstuhl einen Basketball in den Korb zu werfen. Im Blindenfußball können sie ebenfalls ihre Fähigkeiten testen.
Schülerprojekte und Beratung
Jugendliche Messebesucher kommen am Stand der Universität auch sonst nicht zu kurz. Sie können sich beispielsweise über das Schülerprojekt X-Rays informieren: Dabei haben Schüler des Würzburger Röntgengymnasiums mit ihrer Lehrerin und mit Uni-Experten so erfolgreich ein Roboterfahrzeug gebaut und programmiert, dass sie es damit zur Teilnahme an der „World Robot Olympiad“ schafften. Für Fragen von Studieninteressierten steht am Uni-Stand die Zentrale Studienberatung bereit. Außerdem gibt es eine Spezialberatung für Studieninteressierte und Studierende, die eine Behinderung oder eine chronische Krankheit haben. Denn an der Uni gibt es die Beratungsstelle KIS, die sich dafür einsetzt, dass diese Personengruppe im Studium keine Benachteiligung erfährt.
Spannende Projekte aus der Forschung
Aus den Forschungsstätten der Universität werden zwei besondere Projekte präsentiert. Die Hobosphere ist ein kugelförmiger Bienenstock, der mit Sensorik für den wissenschaftlichen Einsatz bestückt ist. Mit ihm wollen die Forscher neue Geheimnisse aus dem Reich der Bienen lüften. Gezeigt wird auch ein Quadrocopter, ein Fluggerät, dem Würzburger Wissenschaftler möglichst große Autonomie verleihen wollen. Später einmal könnte es zum Beispiel dazu dienen, in brennenden Gebäuden selbstständig verletzte Personen ausfindig zu machen.
Gründungsprojekte und Kooperationen
Forscher nutzen oft ihre Erkenntnisse und ihr Fachwissen, um Unternehmen zu gründen. Drei solche Ausgründungen werden sich am Stand der Universität präsentieren. Unter anderem wird hier eine App für die Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Zug zur Schau gestellt. Studenten, die noch vor der Gründung stehen, zeigen einen Cyber-Handschuh.
Die Uni informiert außerdem über Kooperationsprojekte mit kleinen und mittleren Unternehmen. Sie zeigt zum Beispiel die KidsBox, eine Gemeinschaftsproduktion mit der Polzer GmbH (Jagsthausen). Die KidsBox ist ein mobiles und aufklappbares Eltern-Kind-Zimmer für den Arbeitsplatz. Es ist an der Universität mehrfach im Einsatz und für Eltern reserviert, die ihr Kind ausnahmsweise am Arbeitsplatz betreuen müssen. Wenn in Biologie oder Physik Fotos und Videos von mikroskopisch kleinen Strukturen gebraucht werden, kooperiert die Uni auch mit dem Würzburger Fotografen Stefan Diller. Er hat sich auf wissenschaftliche Fotografie spezialisiert und zeigt seine Arbeit am Messestand der Uni.
Servicezentrum Forschung und Technologietransfer
Am Stand stellt sich auch das universitäre Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT) vor, dass sich um Gründungsprojekte, Forschungsförderung, Patente und – im Projekt WissensUNION – um Kooperationen von Forschern mit Unternehmen kümmert. Die EU fördert die WissensUNION mit Finanzmitteln aus dem Europäischen Sozialfond ESF.
Science Slam am Freitag, 2. Oktober
In nur sechs Minuten sein Forschungsgebiet präsentieren – in unterhaltsamer Weise und vor einem Publikum, das auf Spaß eingestellt ist: Darum geht es beim Science Slam am Freitag, 2. Oktober, ab 19 Uhr. Veranstaltet wird er vom Alumni-Büro in Kooperation mit der Stadt. Der Eintritt kostet fünf Euro, der Erlös kommt dem Deutschlandstipendienprogramm der Uni zugute. Mehr Informationen zum Slam gibt es hier: www.presse.uni-wuerzburg.de. Zur Homepage der Mainfrankenmesse: www.mainfrankenmesse.de
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

