FHWS: Einführung von Studiengängen in Flüchtlingsarbeit

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Würzburg erleben

29. September 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Bachelor, Master, Weiterbildung

Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht, die Anzahl der Asylanträge ist explosionsartig gestiegen – allein in Unterfranken leben aktuell 12.800 Menschen in staatlichen Unterkünften, 1.300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für die dringend 300 qualifizierte Erzieher, Heil- und Sozialpädagogen benötigt werden. Menschen bleiben nicht stabil in „ihren“ Ländern, soziale Anliegen entwickeln sich zu einer globalen Herausforderung. Lösungen liegen nicht allein in der kurzfristigen Unterbringung, sondern in der langfristigen Aufnahme in der Gesellschaft.

Drei Angebote

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) geht mit einem Gesamtkonzept von Studienangeboten in der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften in Vorleistung. Vom 1. Semester über den Masterstudiengang bis hin zu einem Weiterbildungsangebot hat sie innerhalb nur weniger Monate drei Angebote bereitgestellt, um Studierende sowie Berufstätige auf die neuen Aufgaben der Gesellschaft fachlich wie anwendungsorientiert auszubilden und vorzubereiten.

Vorstellung der Studienelemente

Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema „FHWS und Flüchtlingssituation – Internationalisierung und Internationale Soziale Arbeit als Chance in der Krise“ stellte die Hochschulleitung sowie die Fakultät ihre Studienelemente vor:

  • Im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit werden migrationsspezifische Themen aufgegriffen. Insbesondere in den Vertiefungsmodulen Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ und „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ werden Studierende für die interkulturelle Arbeit mit Migranten bzw. speziell für die sozialpädagogische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen vorbereitet.
  • Mit dem geplanten Masterstudiengang „International Social Work with Refugees and Migrants schafft die Fakultät ein weltweit einzigartiges Studienangebot: Studierende werden anwendungsbezogen für den Einsatz in Deutschland, den neuen Hotspot-Asylzentren der Europäischen Union und den Flüchtlingslagern in der Welt spezialisiert (vorbehaltlich des positiven Abschlusses des Genehmigungsverfahrens).
  • Der neue Weiterbildungslehrgang „Unbegleitete minderjährige Flüchtlingedeckt den enormen Bedarf an akademischer Fortbildung für Berufstätige.

Guter Hoffnung

FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner gab seiner Hoffnung Ausdruck, daß das Ministerium den geplanten Masterstudiengang genehmigt, für den bereits kompetente Lehrkräfte gefunden werden konnten, und das Angebot gefördert sowie verstetigt werden könne. Die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften hatte im Vorfeld bereits u.a. drei Würzburger Migrationssymposien durchgeführt, ein „Forum unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ gegründet, und über den „Campus Community Dialogue“ findet ein regelmäßiger, vernetzter Austausch von Wissenschaft und Lehre mit der Praxis und  gesellschaftlichen Stellen statt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS Würzburg-Schweinfurt. 

 

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