Sanierung des Burkadushaus kostet 19 Mio. Euro

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Würzburg erleben

29. September 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

„Solides Tagungszentrum ohne Prunk“

Nach rund dreijähriger Generalsanierung wird am Mittwoch, 30. September, das Burkardushaus in Würzburg offiziell wieder eröffnet werden. Das Tagungszentrum der Diözese Würzburg bietet Raum für diözesane Konferenzen, Veranstaltungen und Festlichkeiten, aber auch für überdiözesane Veranstaltungen sowie für nicht-kirchliche Gruppen. Nach dem Umbau stehen sechs Tagungsräume und ein Konferenzraum in Größen von 32 bis 175 Quadratmetern sowie 22 Einzelzimmer für Übernachtungsgäste zur Verfügung. Zudem haben hier die „Domschule Würzburg – Akademie des Bistums“ und ihr überdiözesaner Arbeitsbereich „Theologie im Fernkurs“ ihren Sitz.

Ein solides Tagungszentrum ohne Prunk mit den Standards eines modernen Tagungsbetriebs, so beschreibt die Diözese das Burkardushaus in einer Pressemitteilung: Mit dieser Grundidee hatte im Juni 2012 die Sanierung des Burkardushauses begonnen. Nach rund drei Jahren behutsamer Sanierung präsentiere sich das unter Denkmalschutz stehende Gebäude – im Zentrum Würzburgs direkt hinter dem Kiliansdom gelegen – als großzügiges und lichtdurchflutetes Haus mit zeitgemäßer Ausstattung.

Gesamtkosten von 19,8 Millionen Euro

Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach Angaben von Domkapitular Dr. Helmut Gabel, Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung, auf rund 19 Millionen Euro, hinzu kommen zirka 800.000 Euro für die Kunst. Laut der Main Post wären dies aber keineswegs die angesetzten Kosten gewesen. Durch bauliche Probleme und Denkmalschutz seien diese in die Höhe geschnellt. 2013 wären die Kosten laut der Tageszeitung auf 13,5 Millionen Euro geschätzt worden, 2014 wäre der Betrag auf 14,5 Millionen aufgestockt worden. Gelandet sei man nun eben bei 19,8 Millionen Euro. Dass die Summe im Laufe der Arbeiten mehrfach nach oben korrigiert werden musste, sei auch durch den zum Teil äußerst schlechten Zustand der vorgefundenen Bausubstanz bedingt.

Die Bauarbeiten für die künstlerische Gestaltung im Wert von 800.000 Euro sollen bis November abgeschlossen sein. Zwei symmetrisch angeordnete Wasserflächen und Amberbäume, die ein geschlossenes Blätterdach bilden, laden zum Verweilen ein. Gepflastert ist der Platz mit besonders haltbarem deutschen Naturstein: Auerkalk und Wackenzeller Dolomit. Im Bereich neben dem Eingang zum Burkardushaus befindet sich ein Pavillon, in dem künftig wechselnde Kunstausstellungen präsentiert werden sollen.

Nach Renovierung räumlich großzügiger

Nach der Renovierung präsentiere sich das Burkardushaus insgesamt räumlich großzügiger und rundum erneuert. Der Eingangsbereich wurde in den Kopfbau unmittelbar an der Straße verlegt. Der frühere Zugang wurde im Stil der 1950er Jahre erhalten und dient weiterhin als Foyer. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem der Speisesaal mit Cafeteria sowie ein knapp 70 Quadratmeter großer Tagungsraum. Bei schönem Wetter kann der Vorplatz mit einbezogen werden, zum Beispiel für Begegnungen. Im ersten Stock sind weitere fünf Tagungsräume und ein Konferenzraum untergebracht. Größter Tagungsraum ist der Kardinal-Döpfner-Saal, der bis zu 180 Personen Platz bietet. Er verfügt über eine Bühne mit einem Konzertflügel und ist somit für Vorträge, Konzerte und Festveranstaltungen geeignet. Alle Tagungsräume bieten Tageslicht und sind mit Flipchart, Pin- und Stellwänden, Leinwand/Projektionsfläche, Moderationskoffer, Beamer, Laptop sowie mobilen Soundanlagen ausgestattet. Der Kardinal-Döpfner-Saal und zwei weitere Tagungsräume verfügen zudem jeweils über eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte.

Im zweiten und dritten Obergeschoss haben die „Domschule Würzburg – Akademie des Bistums“ und ihr überdiözesaner Arbeitsbereich „Theologie im Fernkurs“ ihren Sitz. Die Domschule nutzt das Haus für Akademieveranstaltungen, für Kurse der diözesanen Ehevorbereitung sowie für Angebote von „Theologie im Fernkurs“. Das Akademieprogramm umfasst drei Schwerpunkte: „Glauben und Kirche“, „Gesellschaft und Kultur“ sowie „Beziehung und Lebensgestaltung“. Für Übernachtungsgäste stehen im Burkardushaus 22 Einzelzimmer bereit, viele davon mit Ausblick auf den angrenzenden Garten des Domkreuzgangs. Alle Zimmer sind mit Telefon, kabelgebundenem Internetanschluss und WLAN ausgestattet. Im Untergeschoss befinden sich die Küche, Technikräume und ein Clubraum.

Tag der offenen Tür am 10. Oktober

Am Samstag, 10. Oktober, lädt das Burkardushaus von 10 bis 17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ein. Es gibt ein vielfaltiges Rahmenprogramm mit Schauspiel, einem Schnellzeichner und Führungen von Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen und Diözesanbaumeister Stefano sowie ein Gewinnspiel, bei dem der Hauptpreis ein Frühstück mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ist.

Dieser Artikel enthält Informationen einer Pressemitteilung der POW.

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