Laser aus Gerbrunn mitbeteilgt an Wasserfund auf dem Mars

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Würzburg erleben

30. September 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Technik aus Gerbrunn

Auf dem Mars soll es flüssiges Wasser geben und dies könnte ein Anzeigen für Leben auf dem roten Planeten sein. Diese Nachricht der NASA ging in den letzten Tagen durch die Medien. Dazu beigetragen diese Erkenntnis zu gewinnen hat, neben vielen anderen Komponenten, die Technik eines Unternehmens aus der Nähe von Würzburg.

Messung von Wasserdampf

Die Firma Nanoplus aus Gerbrunn baut Laser – so weit, so einfach! Nun wird es etwas komplizierter, aber dafür richtig faszinierend. Ein Speziallaser des Nahe Würzburgs angesiedelten Unternehmens ist nämlich im Inneren des Mars-Rover „Curiosity“ eingebaut. Dieser Laser misst Wasserdampf in der Atmosphäre, aber auch den, den man aus Bodenproben verdampft – so auch auf dem Mars geschehen.

Das Wasser, das auf dem Mars vermutet wurde, wurde zunächst aus dem Weltraum entdeckt. Satelliten, die um den Planeten kreisen, machen Bilder und dadurch hätte man Hinweise auf Wasservorkommnisse erhalten. Der Rover, der sich bereits seit 2012 auf dem Mars befindet, enthält einen Halbleiterlaser der Firma Nanoplus aus Gerbrunn. Nun konnte quantitativ gemessen werden, wie viel Wasserdampf es auf dem Mars gebe, so Johannes Köth, Geschäftsführer der Firma aus Gerbrunn. Und das sei viel mehr, als die NASA erwartet hatte. Der Laser hätte dabei mitgeholfen, dies herauszufinden.

Geht’s bald auf die Venus?

Das Unternehmen Nanoplus ist spezialisiert auf Halbleiterlaser, die in den verschiedensten Fachgebieten, vor allem im Industriebereich, ihre Anwendung finden. Andere Planeten sind nur ein kleiner Anwendungsbereich, aber natürlich ein ganz spezieller. Kontakte pflegt die Firma laut Johannes Köth schon etwa 15 Jahre zur NASA. Man stehe immer wieder im Austausch, als nächstes würde vielleicht eine Venus-Mission anstehen.

 

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