Seit 30 Jahren hebt „Schweinfurt“ mit Lufthansa ab

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Würzburg erleben

5. Oktober 2015

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

Symbolbild Schweinfurt

Airbus A319-100 europaweit unterwegs

Vor 30 Jahren ging Schweinfurt in die Luft: Am 30. Oktober 1985 wurde eine Lufthansa- Boeing 737-230B auf den Namen der Stadt Schweinfurt getauft. Die feierliche Taufzeremonie fand auf dem Flughafen in Nürnberg statt. Taufpatin war Henny Petzold, die Gattin des damaligen Oberbürgermeisters der Stadt Schweinfurt, Kurt Petzold.

„Lima-Yankee“

Die erste „Schweinfurt“ (Kennzeichen D-ABME) versah bis Februar 1998 den Dienst in der Lufthansa-Flotte. Am 30. September 1999 wechselte die Patenschaft mit Schweinfurt erstmals auf Airbus: Ein Airbus A319-100 mit der Kennung D-AILY trägt seitdem den Namen und das Wappen der Stadt Schweinfurt durch Europa. Die täglich wechselnden Crews kennen die „Schweinfurt“ eher unter dem Namen „Lima-Yankee“, also die letzten beiden Buchstaben der Registrierung nach dem internationalen Fliegeralphabet buchstabiert.

Auf etwa 34.860 Flügen

Rund 46.650 Flugstunden hat die aktuelle „Schweinfurt“ bereits absolviert und war auf rund 34.860 Flügen für Lufthansa unterwegs. In den Tagen des 30jährigen Patenschaftsjubiläums pendelt die „D-AILY“ von ihrer Heimatbasis München nach Krakau, Paris, Warschau, Oslo, Bukarest, Wien, Warschau, Budapest, Manchester, London, Tiflis, Nizza, Bilbao, Brüssel und Kiew.

„Wir freuen uns, dass die „Schweinfurt“ seit 30 Jahren fliegender Botschafter ihrer Heimat ist und den Namen buchstäblich durch ganz Europa trägt“, so Florian Gränzdörffer, Lufthansa-Konzernsprecher. „Die Patenschaft signalisiert unsere Verbundenheit mit der Region, woher auch viele Lufthansa Passagiere und auch Mitarbeiter kommen. Wir wünschen der „Schweinfurt“ noch „Many Happy Landings“.

Bis zu 132 Passagiere

Die aktuelle „Schweinfurt“ – ein Airbus A319-100 – ist 33,8 Meter lang. Die Maschine hat eine Spannweite von 34 Metern und Platz für bis zu 132 Passagiere. Das Flugzeug besitzt eine Zwei-Klassen-Konfiguration und ist mit einer Business und einer Economy Class ausgestattet. . Bei einem maximalen Startgewicht von fast 68 Tonnen und einer Reisegeschwindigkeit von 840 km/h fliegt die „Schweinfurt“ bis zu 3.260 Kilometer weit.

Die Tradition der Taufpatenschaften

Die Tradition, Flugzeuge der Lufthansa mit den Namen deutscher Bundesländer und Städte zu versehen, geht auf den September 1960 zurück. Damals gab es in Frankfurt die erste Flugzeugtaufe, als die „Kranichlinie“ ihren allerersten Langstrecken-Jet, die damals moderne Boeing 707, in Dienst stellte. Der vierstrahlige Jet erhielt den Namen „Berlin“. Taufpate war der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt. Seither wurden rund 300 Lufthansa Flugzeuge auf den Namen deutscher Städte und Gemeinden getauft. Auch sämtliche Bundesländer und einige internationale Namen finden sich in der Kranich- Flotte.

Am Anfang der Taufpatenschaften stand für Lufthansa der Gedanke, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen tragen, woher ein Großteil der Lufthansa Passagiere und Mitarbeiter kommt. Die getauften Flugzeuge sind fliegende Botschafter ihrer Heimat und tragen deren Namen buchstäblich in alle Welt.

Große Warteliste

Dass eine solche Patenschaft nach wie vor noch ein begehrtes Gut ist, zeigt ein Blick auf die beachtliche Warteliste interessierter Städte. Bei der Vergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder der Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung. Die Größe der Stadt spielt dagegen keine Rolle. Allerdings wird bei der Vergabe im Allgemeinen darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der relativen Größe des Flugzeugmusters entspricht. Neben dem Namen der Patenstadt am Bug des Flugzeugs wird auch deren Stadtwappen im Eingangsbereich der Kabine angebracht.

Taufpatenschaften als Spiegel der Zeit

Die Namensgebungen sind durchaus ein Spiegel der Zeit. So markierten die ersten Taufen gleichzeitig den Start der Lufthansa ins Jet-Zeitalter. Mit der „Berlin“ und der nur wenige Minuten danach getauften „Frankfurt am Main“ wurden die ersten beiden, damals hoch modernen, Boeing 707 eingeführt. Nach dem Fall der Mauer erweiterte sich die Flotte der nach Bundesländern getauften Maschinen von elf auf 16 und rasch fanden auch ostdeutsche Gemeinden Einzug ins Namensregister, sichtbarer Beleg der deutschen Einheit.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Lufthansa. 

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