Regierung von Unterfranken errichtet Notunterkunft an Uni

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Würzburg erleben

13. Oktober 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Weiter steigende Zahl von Asylbewerbern: Notunterkunft am Hubland

Der Zustrom von Asylbewerbern nach Unterfranken hält weiterhin an. Allein im September wurden von der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt rund 4.800 Asylbewerber neu registriert. Einschließlich aller Dependancen und der Notunterkünfte der Kreisverwaltungsbehörden leben aktuell in Unterfranken rund 6.300 Asylbewerber in der Erst- bzw. Notunterbringung. Über 8.400 Asylbewerber sind in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringungen der Kreisverwaltungsbehörden) untergebracht.

Vor diesem Hintergrund würde die Regierung von Unterfranken unterfrankenweit neue winterfeste Notaufnahmekapazitäten schaffen. Dies teilt die Regierung am heutigen Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Nach der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim richtet sie auch am Würzburger Hubland eine Notunterkunft ein. „Die Universität Würzburg stellt dazu dankeswerterweise eine Mehrzweckhalle und eine Turnhalle am Didaktik- und Sprachenzentrum (Gebäude 25) im nordwestlichen Teil des Campusgeländes (Campus Nord) für den Winterzeitraum 2015/16 bereit. Die Hallen werden derzeit für die Aufnahme von rund 300 Asylbewerbern hergerichtet. Dafür werden Stockbetten und Sanitärcontainer aufgestellt“, so in der Pressemitteilung beschrieben.

Erstbelegung Ende der Woche

Die Erstbelegung sei bereits ab Ende dieser Woche vorgesehen, sobald die baulichen Anpassungen und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen seien. Eine örtliche Objektbetreuung mit Sicherheits-, Hausmeister- und Reinigungsdienst einschließlich Catering werde installiert.

Die Notunterkunft am Hubland diene, so die Regierung von Unterfranken, ebenso wie die Notunterkunft in der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim vorrangig als Ersatz für nicht winterfeste Notunterkünfte, wie z.B. die Zeltunterbringung in der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt oder der Würzburger Zellerau.

Dank an Helfer Ehrenamtliche und Mitarbeiter

Die Asylbewerberunterbringung werde auch in Unterfranken immer schwieriger. Bereits am 15. Juli 2015 hat die Regierung von Unterfranken in Abstimmung mit dem Bayerischen Sozialministerium den Notfallplan zur Unterbringung der Asylbewerber allgemein in Kraft gesetzt. Aktiviert sind in diesem Zusammenhang mittlerweile alle unterfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte. Zur aktuellen Unterbringungssituation (Zahlen, Daten und Fakten) hat die Regierung von Unterfranken vor kurzem einen Internetauftritt freigeschaltet, der über die Startseite der Regierung von Unterfranken zu erreichen ist.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt ausdrücklich den vielen Helfern und Ehrenamtlichen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den staatlichen und kommunalen Verwaltungen für ihren bisherigen Einsatz. Die Regierung bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass derzeit oftmals sehr kurzfristig Unterbringungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Dies gilt besonders für aktuelle Notunterbringungen im Hinblick auf den bevorstehenden Winter.

Weiterhin Notunterkünfte gesucht

Die Regierung von Unterfranken sucht – über Notunterkünfte hinaus – weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken abgerufen werden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken. 

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