Talk-Runde zum Thema Cannabis
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Würzburg erleben
15. Oktober 2015

Symbolbild Würzburg
Thema Cannabis aus rechtlicher Sicht
Zusammen mit unserem Partner, den Reitmaier Rechtsanwälten, gibt es am 20. Oktober eine Talk-Runde zu einem Thema, welches viele Würzburgerinnen und Würzburger immer wieder bewegt: Die Legalisierung von Cannabis. Hier zusammengefasst seien nochmal einige Themen, die in den letzten Monaten besonders polarisierten. Und dazu die Bitte an Euch: Postet in die Facebook-Kommentare die Frage, die Ihr zum Thema Cannabis von den Anwälten beantwortet haben möchtet! Leider kann die Runde nicht öffentlich stattfinden, im Rahmen der Talk-Runde können viele Fragen dennoch geklärt und Antworten gefunden werden. Im Anschluss daran wird es ein Video von der Runde geben, dass Ihr auf unserer Facebook-Seite Würzburg erleben findet.
Legalisierungsdebatte im Bundestag
Die Legalisierungsdebatte um die viel zitierten „weichen Drogen“ fand kürzlich erstmals Eingang in den Deutschen Bundestag. Mit dem 71 Seiten umfassenden „Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes (CannKG)“ soll Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz herausgenommen und ein strikt kontrollierter legaler Markt eröffnet werden. Diese Gesetzesinitiative ist, trotz der jahrelangen gesellschaftlichen Debatte, die erste ihrer Art. Der Würzburger Fachanwalt für Strafrecht, Peter Möckesch, hatte sich zur Legalisierungsdebatte bereits geäußert.
Erst vor einigen Wochen versuchte der Cannabis-Verband Bayern mit einem Volksbegehren und dem Entwurf eines Bayerischen Hanfgesetzes ein Zeichen zu setzen.
Jährlicher „Global Marihuana March“
Wenn es auch schon wieder einige Monate her ist, auch 2015 wurde beim „Global Marihuana March“ in Würzburg wieder für die Legalisierung von Cannabis demonstriert. Am Nachmittag des Samstag 16.05.2015 fand die Kundgebung statt. Damals fanden sich zu einer friedlichen Auftaktkundgebung am Bahnhofsvorplatz ca. 400 Teilnehmer ein.
Besonders aktiv in diesem Gebiet ist in Würzburg, aber auch in anderen Städten Fans der Facebook-Seite Cannabis Social Club.
Cannabis als Schmerzmittel
Immer wieder flammt auch die Diskussion auf, dass Cannabis als Schmerzmittel eingesetzt werden solle und dafür von den Patienten auch selbst angebaut darf. Auch hier gibt es einen speziellen Bezug zu Würzburg: Am 22.07.2015 jährte sich das „Kölner Cannabisurteil“ vom Juli 2014, wie berichtet, zum ersten Mal. Günter Weiglein bekam vom Kölner Verwaltungsgericht damals die Erlaubnis, Cannabis selbst anzupflanzen. Der Würzburger ist einer der wenigen Menschen, die in Deutschland Cannabis legal konsumieren dürfen. Nach einem Motorradunfall plagen ihn chronische Schmerzen, von denen er durch den Cannabis-Konsum zumindest zeitweise erlöst wird.
Und ein Jahr später? Darf er, trotz Gerichtsbeschluss, immer noch kein eigenes Cannabis anbauen. Grund dafür sei unter anderem, dass eine Kontrolle der Dosierung dann nicht mehr möglich und so ein Missbrauch sehr schwer nachzuvollziehen sei.

