Marode Tiefgaragen und Müllchaos am Heuchelhof

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22. Oktober 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Marode Tiefgaragen

Großer Unmut regt sich derzeit in diversen Facebook-Gruppen bei den Anwohnern am Heuchelhof. Der Grund: Viele Bewohner haben nach den aktuellen Maßnahmen am Straßburger Ring Angst, dass die sanierungsbedürftigen Tiefgaragen am „H1“ ein Sicherheitsrisiko darstellen und sind verärgert über die aktuelle Müllversorgung.

Nachdem die Tiefbauabteilung das Baureferats den Verkehr am Straßburger Ring bereits im September eingeschränkt hatte und Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 30 Tonnen die Durchfahrt untersagt hatte, war auch ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt worden. Seit Montag ist nun auch die Müllversorgung der Häuser betroffen.

Wo bislang die Abfalltonnen und -container der Häuser standen, ist seit Montag nur noch Lagerplatz für gelbe Säcke. Stattdessen stehen die Mülltonnen jetzt an sieben verschiedenen Stellen auf Parkplätzen entlang des Straßburger Rings. Für die Anwohner bedeutet die Zufahrtsbeschränkung, dass sie die betonierten Müllhäuschen, in denen der Müll normalerweise in der Nähe ihrer Wohnungen bis zum Abtransport gelagert wird, nicht mehr nutzbar ist.

Nach einem Gutachten, das seit Anfang September vorliegt, hatte die Tiefbauabteilung des städtischen Bauamts ein Fahrverbot verhängt, dass für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen gilt.  Direkt davon betroffen sind alle Straßen, die vom Straßburger Ring nach innen führen. Das bedeutet auch, dass selbst die Stadtreiniger nicht mehr zu den Müllhäuschen und damit nicht zu den Containern kommen, um den Müll zu holen.

In einem Schreiben des städtischen Entsorgungsbetriebes „Die Stadtreiniger“ an die Anwohner wird mitgeteilt, dass die Tiefgaragen unterhalb der Stichstraßen marode sind.

Rathaussprecher Georg Wagenbrenner teilte auf Anfrage mit: „Die Tiefgaragen unter dem Hochhausquartier am Heuchelhof müssen saniert werden. Im Moment ist allerdings noch nicht klar, wer die Kosten dafür tragen muss: Die Stadt oder die Eigentümer.“ Einen Termin für die Arbeiten gebe es daher noch nicht. Ein Gerichtsverfahren zur Kostenübernahme, ist nicht auszuschließen.

Aber nicht nur für die Müllentsorgungsfahrzeuge und Lkws sind die maroden Tiefgaragen ein Problem. Vergangenen Sonntag kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr, nachdem es in einer der Tiefgaragen gebrannt hatte. Zahlreiche Löschfahrzeuge mussten diese Straßen nutzen um zum Einsatzort zu kommen. Das Risiko muss dann der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort eingehen bzw. abwägen und entscheiden, ob er die Fahrzeuge einfahren lässt.

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