Zeller Bock bald wieder befahrbar

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Würzburg erleben

27. Oktober 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Im Frühjahr 2016

Im April 2016 soll es soweit sein: der Zeller Bock wird wieder befahrbar. Eine wichtige Verbindungsstraße in Richtung Main-Spessart und der westlichen Regionen von Würzburg. Vor 13 Jahren wurde die Straße erstmals einseitig gesperrt, während die Vollsperrung nun fünf Jahre andauert.

Kosten: 27 Millionen Euro

Die 1.000 Meter lange Baustrecke kostet bereits 27 Millionen Euro, schreibt die Mainpost. Ein Kreisverkehr auf Würzburger Seite soll direkt auf den Zeller Bock führen. Neue Faultürme im Wert von etwa 20 Millionen Euro für die städtische Entwässerung sind inzwischen ebenfalls sichtbar. Diese werden von LED-Leuchten geziert, die eine vollkommen neue Aussicht bieten. Außerdem wurden stadtauswärts die ersten Stützmauern fertiggestellt, sodass der Straßenbau dort nun beginnen kann.

Bau durch Schutzgebiet Zeller Quellen

Im mittleren Bereich der auszubauenden Strecke konnten die Bauarbeiten erst im Jahr 2014 in Angriff genommen werden, da ein Eigentümer-Ehepaar gegen die Ausbaupläne geklagt hat, so die Mainpost. Zudem ist in diesem Bereich eine weitere Baufirma tätig, die dort Regenrückhaltebecken zum Auffangen des Schmutzwassers von der Straßenoberfläche baut. Zusätzlich handelt es sich dort um ein Schutzgebiet für die Zeller Quellen, die auch Würzburg mit Trinkwasser versorgen. Daher gelten an dieser Stelle strenge und teure Auflagen, wie beispielsweise das ausschließliche Befahren der Strecke mit Bioöl-Lastwägen.

Im Jahr 2005 wurden die großen Baupläne am Zeller Bock zunächst zurück gezogen, da es unmöglich schien, die Beschränkung für Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig staatliche Förderungen zu beziehen. Doch im Februar 2008 hatte CSU-Innenminister Joachim Herrmann trotz Tonnagen-Beschränkung endlich staatliche Förderungen versprochen.

Kosten und Förderungen

Die bisherigen Kosten des Straßenausbaus am Zeller Bock betragen 27 Millionen Euro. Bereits im Jahr 2009 wurden für Sicherungsarbeiten, Gleitwände, Signalanlagen und erste Planungen 430.000 Euro von der Stadt zur Verfügung gestellt. 9,8 Millionen Euro beträgt der Anteil, den die Stadt selbst finanzieren muss und 17,3 Millionen Euro sollen von der Regierung von Unterfranken bereitgestellt werden. Die Anwohner bleiben von Beitragszahlungen verschont, da die Stadtverwaltung die Straße am Zeller Bock nicht für eine beitragsfähige Erschließungsanlage halte, so die Mainpost.

Dieser Artikel beruht auf Informationen der Mainpost und eigenen Recherchen.

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