Kripo ermittelt: Angebliche Razzia in Asylbewerberunterkunft
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17. November 2015

Symbolbild Schweinfurt
Kripo ermittelt nach Falschdarstellung in sozialem Netzwerk
SCHWEINFURT. Nach der Veröffentlichung einer Falschbehauptung in einem sozialen Netzwerk hat die Kriminalpolizei Schweinfurt die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen. Ein Beschuldigter thematisierte eine angebliche Razzia in der Schweinfurter Erstaufnahmeeinrichtung, bei der eine Panzerfaust aufgefunden worden wäre. Diese Behauptungen entbehren jeder Grundlage, so das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung.
Angeblicher Fund von Panzerfaust und anderen Waffen
Am Dienstagmorgen war die Meldung über den Beitrag in Facebook bei der Schweinfurter Polizei eingegangen. Ein Nutzer schrieb auf der Seite „Schweinfurt wehrt sich“ in dem sozialen Netzwerk, dass er Kenntnis von einer Polizeirazzia in der Asylunterkunft in der Kasernenstraße erhalten habe. Hier wären von Polizeibeamten eine Panzerfaust und andere Waffen sichergestellt worden. Verbunden war die Mitteilung mit einer Bitte, Verwandte und Angehörige wegen Terroralarms zu warnen.
Die Schweinfurter Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen. Eine Razzia habe laut einer Pressemitteilung zu keiner Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung stattgefunden und ebenso wenig stellten Polizeibeamte entsprechende Waffen bei den Asylbewerbern sicher.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

