Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen am Weihnachtsmarkt?
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Würzburg erleben
18. November 2015

Symbolbild Würzburg
Aktuelle Herausforderungen bei Veranstaltungen
Die tragischen Vorkommnisse, die in Paris, Hannover und darüber hinaus in den letzten Tagen die Welt erschütterten, lösen auch bei vielen Würzburgern ein etwas mulmiges Gefühl aus – auch wenn wir hier nicht in einer Weltmetropole wie Berlin oder London leben. Könnte auch hier etwas passieren? Kann man ungestört am Wochenende durch die Fußgängerzone oder über den Weihnachtsmarkt schlendern? Übertriebene Panik oder einfach nur ein Bedürfnis nach Sicherheit? Wir haben bei der Stadt Würzburg nachgefragt, ob es denn in Hinsicht auf den Weihnachtsmarkt verschärfte Sicherheitsmaßnahmen geben wird.
„Alle besucherstarken Veranstaltungen, ob im öffentlichen Straßenraum oder in privaten Versammlungsstätten, müssen sich aktuell der Herausforderung stellen: Wie kann man dem gesteigerten Bedürfnis nach Sicherheit Rechnung tragen, wie kann man schon dem Anschein einer Gefahr begegnen?“, so die Stadt Würzburg.
Sicherheitsgespräch im Vorfeld des Weihnachtsmarktes
In Würzburg werde kurz vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes ein Sicherheitsgespräch zwischen der Stadt Würzburg, der Polizei und anderen öffentlichen und privaten Sicherheitsakteuren stattfinden, um den Ablauf und das Konzept der Veranstaltung noch einmal zu prüfen und gegebenenfalls Anlass bezogen zu ergänzen. Solche routinemäßigen Gespräche fänden z. B. auch regelmäßig vor Sportgroßveranstaltungen oder vor Volksfesten statt.
„Verdeckte Maßnahmen“
Die Kooperation und der Informationsaustausch mit der Polizei läuft in Würzburg laut der Stadt reibungsfrei. Auch der Kommunale Ordnungsdienst wird im Rahmen seiner Streifentätigkeit ebenso wie die Beschicker der Weihnachtsmarktstände sensibel und wachsam sein. Die öffentliche Präsenz werde durch zivil gekleidetes Personal ergänzt, so dass die offene Gefahrenvorbeugung und Kriminalitätsprävention auch durch „verdeckte Maßnahmen“ ergänzt werden. Erkenntnisse einer konkreten Gefahr lägen aber laut der Stadt keine vor, so dass darauf aktuell auch nicht zu reagieren sei.
Vorkehrungen in anderen Städten
Laut der FAZ vertraut man auch in Städten, wie etwa Düsseldorf, in Vorbereitung auf die anstehenden Weihnachtsmärkte auf eine enge Kooperation mit der Polizei. In Köln würden sich die Veranstalter darüber hinaus verstärkt auf privates Sicherheitspersonal berufen und die Buden-Betreiber sollen aufgerufen werden, ein noch wachsameres Auge auf die Stände und den Markt zu haben. In Frankfurt werde, so die Tageszeitung, sogar eine Lautsprecheranlage installiert, sodass Besucher möglichst schnell über Sicherheitsmaßnahmen informiert werden könnten.

