„Deutsch zu lernen muss oberste Priorität sein“
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Würzburg erleben
7. Dezember 2015

Symbolbild Würzburg
Landtagsabgeordneter besucht Asylbewerberunterkunft
Der CSU-Landtagsabgeordnete Oliver Jörg besuchte die Asylbewerberunterkunft im Technikum am Würzburger Heuchelhof und sprach mit Flüchtlingen, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen. Die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland und auch in Bayern um Schutz und Asyl nachsuchen, ist, laut Pressemitteilung des CSU-Landtagsabgeordneten Oliver Jörg, in den letzten Monaten stark angestiegen. Der Würzburger CSU-Landtagsabgeordnete Oliver Jörg machte sich ein Bild von der Situation der Menschen, die im ehemaligen Aula-Gebäude des Technikums am Heuchelhof leben. Er begleitete die Leiterin der Unterkunft, das Wachpersonal, die Hausmeisterin und Thomas Weingart, den zuständigen Sachgebietsleiter der Regierung von Unterfranken.
107 Junge Männer
In Technikum sind derzeit 107 junge Männer untergebracht, berichtete die Leiterin laut Pressemitteilung. Sie stammen hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan. Die Unterkunft ist, wie alle anderen Flüchtlingsunterkünfte in Bayern, vom dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen überrascht worden. Die beiden Volksgruppen leben trotz des engen Raumes friedlich zusammen und respektieren sich gegenzeitig.
Darüber freuen sich sowohl die Bewohner, wie auch Verwaltung und Security. Auch eine Hausmeisterin hat das Technikum. Die Bewohner nennen sie einfach „Mama“. Außerdem gibt es sehr engagiertes Wachpersonal, von den Flüchtlingen „Brüder“ genannt. Oliver Jörg dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unterkunft für ihre beeindruckende und positive Arbeit, so die Pressemitteilung.
Erfahrung im Umgang mit Flüchtlingen
„Wir sammeln gerade Erfahrungen, was funktioniert und was nicht, oder wo etwas zu langsam geht“, erzählt Thomas Weingart. „Im Technikum läuft alles sehr gut“. Das Technikum ist derzeit mit 107 Personen fast ganz besetzt, Platz wäre allerdings für 150. In den größeren Räumen leben 12 junge Männer zusammen, aber es gibt auch kleinere Zimmer für vier Personen.
Ehrenamtliche bieten Sprachkurse
Der Landtagsabgeordnete führte Gespräche mit den Flüchtlingen. Vor allem die Syrer sprachen viel über die Situation in der Heimat und ihre gefährliche Flucht. Oliver Jörg lobte das beeindruckende Engagement, bei der Sprachvermittlung durch die Ehrenamtlichen vor Ort, die mit hohem persönlichen Einsatz Sprachkurse anbieten. Außerdem dankte er den Helfern in der Kleiderkammer und denen, die die Flüchtlinge begleiten. „Der Einsatz aller Helfer, aber auch der Hauptamtlichen ist großartig“, begeisterte er sich. Die Flüchtlinge seien, laut Pressemitteilung, sehr zufrieden im Technikum und die Hilfsbereitschaft der Leiterin wurde in höchsten Tönen gelobt.
Deutsch zu lernen muss oberste Priorität sein
Oliver Jörg wollte mit dem Besuch die Anliegen der Flüchtlinge und Asylbewerber anhören um diese in die Landespolitik zu tragen. Dazu begegnete er jedem im Technikum und klopfte an jedes Zimmer, um mit den Einwohner zu sprechen. Immer wieder drückten die Flüchtlinge den Wunsch aus, „anerkannt“ zu werden, Deutsch lernen und eine Ausbildung beginnen zu dürfen. „Schritt für Schritt“, ermutigte sie Jörg. „Deutsch zu lernen muss nun oberste Priorität sein! Die Sprache ist wichtig für alles.“
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des CSU-Landtagsabgeordneten Oliver Jörg.

