Zeugenaufruf nach gefährdeten Kindern und Rad-Eigentümer

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8. Dezember 2015

Symbolbild Schweinfurt
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Fahrraddieb flüchtet vor der Polizei

GRAFENRHEINFELD. Ein auf seinem Roller flüchtender Fahrraddieb hat am Montagmittag bei seiner halsbrecherischen Flucht vor der Polizei vermutlich mehrere Schulkinder erheblich gefährdet. Es half ihm jedoch nichts, er konnte überwältigt und festgenommen werden. Dabei wurde noch festgestellt, dass er vermutlich unter dem Einfluss von Rauschgift stand.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei jetzt einerseits nach dem Eigentümer des Fahrrades und anderseits nach den gefährdeten Schulkindern. Mit den Eltern sollten sie sich schnellstmöglichst bei der Polizei melden!

Rollerfahrer mit Rad im Gepäck

Gegen 13 Uhr war eine Streife des Einsatzzuges Schweinfurt in der Schweinfurter Straße unterwegs. Ihnen kam nun ein Rollerfahrer entgegen, der ein Herrenrad geschultert hatte. Da dieser Anblick doch eher von seltener Natur ist, entschlossen sich die Beamtin und der Beamte, den Fahrer näher unter die Lupe zu nehmen. Nachdem er zum Anhalten aufgefordert worden war, zeigte der Zweiradfahrer jedoch keinerlei Anstalten zum Anhalten. Ganz im Gegenteil, er beschleunigte sein Gefährt und flüchtete durch sämtliche Straßen und Gassen Grafenrheinfelds.
Nach rund fünf Minuten der Nacheile entledigte sich der Fahrer des Fahrrades auf einfache Weise, indem er es einfach von der Schulter auf die Straße fallen ließ. Somit wollte er anscheinend seine Flucht erleichtern.

Nicht sportlich genug

Beim Reitsportgelände angelangt, stellte er seinen Roller ab und nahm jetzt „seine Füße in die Hände“. Er hatte jedoch nicht mit der Sportlichkeit der beiden jungen Beamten gerechnet. Sie stellten ihr Fahrzeug ebenfalls ab und schon nach einem kurzen Sprint konnten sie ihn einholen, zu Boden bringen, fixieren und die Handschellen anlegen.

Ein Alkoholtest verlief zwar negativ, jedoch konnten bei dem 23-Jährige erhebliche körperliche Ausfallerscheinungen, wie starke Schweißausbrüche, Körperzittern, geistige Abwesenheit, Schläfrigkeit und gestörte Wahrnehmungen erkannt werden. Auf Nachfrage führte er es darauf zurück, dass er starke Antidepressiva zu sich genommen hätte. Da aber eher der Verdacht bestand, dass er eventuell Drogen zu sich genommen hat, erfolgte eine Sachverhaltsschilderung an die Staatsanwaltschaft. Von einem Amtsrichter kam dann die Weisung, eine Blutentnahme durchzuführen, die später in den Diensträumen der Polizei vorgenommen wurde. Nach den weiteren erforderlichen Maßnahmen, unter anderem die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels, erfolgte die Entlassung des Beschuldigten. Zur Herkunft des Fahrrades schwieg er sich beharrlich aus. Es befindet sich jetzt im Gewahrsam der Polizei.

Gegen den Beschuldigten wird jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr, Diebstahl eines Fahrrades und Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

  • Bei dem Fahrrad handelt es sich um ein Herrenrad von Winora. Es ist in den Farben Schwarz und Weiß gehalten.
    Wer vermißt es?
  • Bei seiner Flucht vor der Streife, die er zum Teil auch rücksichtslos auf Rad- und Gehwegen durchführte, wurden auch mehrfach Schulkinder auf ihrem Heimweg gefährdet. Sie werden jetzt dringend als Zeugen gesucht!

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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