Weihnachten im Würzburger Kiliansdom
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Würzburg erleben
16. Dezember 2015

Symbolbild Würzburg
Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Christmette
Zur Mitfeier des Weihnachtsfests laden Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Weihbischof Ulrich Boom und das Domkapitel in den Würzburger Kiliansdom ein. Bei Gottesdiensten und weihnachtlicher Festmusik leuchtet die Botschaft von der Geburt des Erlösers auf. „Dieses Fest, das wir alle in den Familien feiern, lenkt unseren Blick zurück auf das eigentliche Ereignis der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus“, sagt Bischof Hofmann.
Es sei eine große Chance, dass zu diesem Fest die Menschen immer noch eine ganz große Sensibilität nach Familie, Wärme und Geborgenheit entwickelten, diese auch noch in den Gottesdiensten suchten und „hoffentlich auch erleben“. Unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid gestaltet die Würzburger Dommusik die weihnachtlichen Gottesdienste und das große Weihnachtskonzert im Kiliansdom mit einer Fülle weihnachtlicher Weisen. Domorganist Professor Stefan Schmidt begleitet die Weihnachtstage an der Domorgel.
Weihnachtliche Messe am Heiligabend
Eine weihnachtliche Messe stimmt am Heiligabend, 24. Dezember, um 17 Uhr auf die Feiertage ein. Die Mädchenkantorei des Würzburger Doms unter der Leitung von Domkantor Alexander Rüth gestaltet den Gottesdienst mit Werken von John Rutter, Bob Chilcott und Josef Gabriel Rheinberger. Um 22.30 Uhr zelebriert Bischof Hofmann gemeinsam mit Weihbischof Boom und dem Domkapitel die Christmette an Heiligabend. Die Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid singen die Turmbläsermesse von Fridolin Limbacher sowie weihnachtliche Motetten und Liedsätze. Die Dombläser begleiten den Gesang instrumental.
Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag
Am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, beginnt das Pontifikalamt zum Hochfest der Geburt Christi mit Bischof Hofmann um 10 Uhr im Kiliansdom. Der Domchor, die Solisten Anja Tschamler (Sopran), Yvonne Albes (Alt), Maximilian Argmann (Tenor) und Simon Tischler (Bass) sowie das Orchester Camerata Würzburg lassen unter der Leitung von Domkapellmeister Schmid Otto Nicolais Messe in D‑Dur erklingen. Die Pontifikalvesper um 17 Uhr feiert ebenfalls Bischof Hofmann. Dazu singt die Schola Cantorum.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, gestaltet der Kammerchor der Dommusik den Festgottesdienst um 10 Uhr im Dom mit der Missa Princeps Pacis von William Lloyd Webber. Um 16 Uhr lädt die Würzburger Dommusik zu einem Weihnachtskonzert im Dom ein. Unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid singen die Würzburger Domsingknaben und werden dabei instrumental vom Barockorchester am Würzburger Dom begleitet. Auf dem Programm stehen das Magnificat RV 610 sowie das Gloria RV 589 von Antonio Vivaldi, das Trompetenkonzert in D „Estienne Roger“ von Giuseppe Torelli sowie das Weihnachtskonzert für Streicher von Arcangelo Corelli. Solisten sind Maria Bernius und Maximiliane Schweda (Sopran), Ulrika Malotta (Alt) und Jo Holzwarth (Tenor). Karten zum Stückpreis von 30 Euro, 24 Euro, 18 Euro oder zehn Euro sind in der Dom-Info, Domstraße 40, 97070 Würzburg, und an der Konzertkasse erhältlich.
Jahresabschlusspredigt am 31. Dezember
Das Ende des Jahres begeht Bischof Hofmann am Silvestertag, 31. Dezember, um 17.30 Uhr mit einem Pontifikalamt zum Jahresschluss im Kiliansdom. In seiner Jahresabschlusspredigt wird er unter anderem das Jahresmotto für 2016 vorstellen und auf wichtige kirchliche Ereignisse des vergangenen Jahres eingehen. Von 23 bis 24 Uhr gestaltet der Bischof das Schwellengebet im Neumünster mit.
Am Mittwoch, 23. Dezember, feiert Bischof Hofmann um 14 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Würzburg. Am Heiligen Abend, 24. Dezember, nimmt Weihbischof Ulrich Boom um 15 Uhr an einer Weihnachtsfeier für alleinstehende Menschen teil, zu der der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg in das Haus Sankt Lioba am Berliner Ring in Würzburg einlädt. Am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, besucht Bischof Hofmann um 14 Uhr das Weihnachtsessen der Gemeinschaft Sant’Egidio, zu dem Arme und Bedürftige in die Würzburger Posthalle eingeladen sind.
Hintergründe zum Weihnachtsfest
Am 25. Dezember feiert die Kirche das Hochfest der Geburt Jesu. Neben Ostern und Pfingsten gehört Weihnachten zu den Hauptfesten der Christenheit. Das Wort selbst heißt so viel wie heilige, geweihte Nacht. Im Evangelium nach Lukas wird als Ort der Geburt Jesu Betlehem genannt, genauer gesagt die Felder vor der Stadt Davids. In der knapp zehn Kilometer von Jerusalem entfernten Stadt befindet sich heute die Geburtskirche. Warum Weihnachten an diesem speziellen Termin begangen wird, ist unter Wissenschaftlern strittig. Als wahrscheinlich gilt die These, dass das Fest der Geburt des Herrn bewusst auf den Tag der Wintersonnenwende gelegt wurde, der bis dahin unter Heiden dem „unbesiegbaren Sonnengott“ gewidmet war, so die POW in einer Pressemitteilung.
Somit wurde der Termin umgedeutet auf Jesus als das „Licht der Welt“. Die im Termin grundgelegte Lichtsymbolik hat als äußeres Zeichen einen Niederschlag im Christbaum gefunden, der seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist. Bis ins 20. Jahrhundert hinein fast nur in katholischen Gegenden verbreitet war die Weihnachtskrippe, eine szenische Darstellung der Geburt Jesu mittels Figuren. Der heilige Franziskus gilt als Begründer dieses Brauchs. Mit dem Weihnachtsfest beginnt die Weihnachtszeit. Sie dauert bis zum Fest der Taufe des Herrn, das am Sonntag nach Dreikönig gefeiert wird. In der Volksfrömmigkeit wird das Ende der Weihnachtszeit mit Mariä Lichtmess, dem Fest Darstellung des Herrn, am 2. Februar gesehen.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der POW:

