Bürgerbräu: einst Bierbrauerei heute Kreativ- und Clubraum

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Würzburg erleben

17. Dezember 2015

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Zeitreise in Geschichte des Bürgerbräus

An diesem Samstag startet die neue Partyreihe Westend in den renovierten Maschinenhallen des Würzburger Bürgerbräugeländes. Das Gelände kann auf eine turbulente Geschichte zurückblicken. Was heute für Partys und Veranstaltungen, als Kino und Galerie genutzt wird, war einst eine der bedeutendsten Bierbrauereien Würzburgs und damit Lieferant für sämtliche Bierkneipen in Würzburg. Aus diesem Anlass begeben wir uns mit Euch auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit des Bürgerbräus.

Anfänge des Würzburger Bürgerbräus

Die Anfänge des Bürgerbräus sind auf das Jahr 1815 zurückzuführen, als der Weinhändler und Zeller Schultheiß Kilian Lauck in Zell die Sudstätte „Brauhaus Zell am Main“ gründete. 1829 gibt es bereits acht Brauereien in Würzburg, die 6.000 Fuder, also 6.000.000. Liter Bier erzeugen.

Später wird die Brauerei verkauft und der Bau eines Bierkellers leitet den Umzug in die Frankfurter Straße ein. 1834 gibt es inzwischen mehr öffentliche Bierkneipen als Weinschenken – welch Ironie des Schicksals, denn im 13. Jahrhundert war das Biertrinken in Würzburg verpönt und der Verkauf verboten.

Nachdem der Umzug in die Frankfurter Straße abgeschlossen wurde, wird diese in eine GmbH umgewandelt und heißt nun „Kinzinger & d’Hengelière Bürgerliches Brauhaus Zell-Würzburg GmbH“.

Zahlen und Fakten bis Ende des zweiten Weltkriegs

  • Aufgrund der Hyperinflation im Jahr 1923 kostet ein Maß Bier 520 Milliarden Mark.
  • 1938 ist Würzburg mit dem Bierverbrauch auf Platz 9 und damit in den Top Ten unter 100  Städten.
  • Spitzenreiter ist Bamberg mit einem Konsum von 185,9 Litern. Würzburgs Konsum liegt bei 105 Litern. Der durchschnittliche Bierkonsum liegt bei 59 Litern.

Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 sind Bürgerbräu und Hofbräu die letzten verbliebenen Brauereien in Würzburg.

Bierexport nach New York

Daraufhin wird die Brauerei von der Patrizier Bräu aus Nürnberg übernommen. Hier produzierten dann jährlich 120 Arbeitskräfte 300.000 Hektoliter Bier. Die Arbeiter selbst erhielten, laut Joachim Lutz (Redaktion des Bürgerbräus), eine „ordentliche Menge Bier pro Tag“ am Pförtnerhäuschen ausgeschenkt. Nach Angaben von Lutz soll Willie Dürrnagel berichtet haben, dass das Bürgerbräu die älteste Brauerei Bayerns sei, die ihr Bier über den Ozean exportiert habe. Das Bier soll in New York am Broadway ausgeschenkt worden sein.

Das Ende der Brauerei

Doch der Erfolg sollte nicht lange währen: 1989 wurde die Brauerei wegen Insolvenz geschlossen. Rund 100 Arbeiter verloren dadurch ihren Job. Daraufhin beschloss die Stadt das Bürgerbräugelände für neun Millionen DM zu kaufen. Schließlich wurde das Gelände wieder auf den Namen „Bürgerbräu“ umgetauft.

NEU: Westend Würzburg

Westend Würzburg, so heißt die neue Veranstaltungsreihe in einer völlig neuen Location auf dem Bürgerbräugelände, die am 19. Dezember startet. Die Veranstalter halten sich mit Details noch bedeckt, aber das fulminante DJ-Line-up steht bereits fest: Henk & Blitzer, Tobi Neubauer, Diskovenue und Mario – und die Location sieht sensationell aus.

1 Euro Nachlass beim Eintritt an der Abendkasse bekommt Ihr am Samstag über unsere Würzburg erleben-App. Jetzt downloaden, das Special in der App vorzeigen und sparen!

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern von Westend Würzburg. Warum Würzburg erleben Werbung macht, liest du in einem gesonderten Beitrag hier. 

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