Lommbock – Christian Zübert über Würzburger Drehorte & Cannabis
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Würzburg erleben
17. Dezember 2015

Symbolbild Würzburg
Mehr Würzburg bei Lammbock 2
„Lammbock“ bekommt nach 15 Jahren endlich eine Fortsetzung. Während bereits im ersten Teil Würzburg eine der Hauptspielstätten war, soll die Stadt nun auch im zweiten Teil die Hauptrolle spielen – dieses Mal sogar noch viel stärker. Denn Lammbocks Regisseur und Drehbuchautor Christian Zübert verrät uns in einem Interview, dass das Budget für den ersten Teil von Lammbock nicht gereicht hat mehr Szenen in Würzburg zu drehen. „Damals hatten wir das Geld für Köln bekommen und mussten deswegen viel in Köln drehen und sozusagen so tun, als ob Köln Würzburg wäre“, sagt er. Doch in der Fortsetzung von Lammbock werde Würzburg eine größere Rolle spielen, meint er.
Würzburg prägte Regisseur Zübert und Lammbock
Für Zübert stand schon sehr früh fest, dass er eines Tages Filmemacher werden würde. Sein Debut schaffte er mit Lammbock, das sogar echte Erfahrungswerte aus seinem Leben in Würzburg beinhaltet. Denn Zübert ist gebürtiger Würzburger und hat an der Universität in Würzburg Germanistik studiert. Gerne erinnert er sich an die Zeiten zurück, als er mit seinen Freunden auf dem Festungswall Bier getrunken hat. Aus diesem Lebensabschnitt stammen auch einige Ideen für Lammbock. „Mit Anfang-Mitte Zwanzig hat man einen gewissen Lebensstil gehabt, natürlich habe ich nicht mit Drogen gedealt, aber bestimmte Dinge hat man schon ganz gerne gemacht“, offenbart er uns.
Charaktere nicht ganz frei erfunden
Auch die Charaktere aus Lammbock sind nicht ganz frei erfunden. „Natürlich nimmt man beim Schreiben einige Eigenschaften mit, die man beobachtet, trotzdem ist der Großteil erfunden“, erklärt Zübert, „das Zögern, oder die Unentschlossenheit waren Eigenschaften, die ich von mir selbst kannte. Ich kannte aber auch einen Juristen, der trotz seines Ziels Anwalt zu werden, ganz gerne mal einen durchgezogen hat.“ Dennoch sei die Handlung insbesondere der Verkauf von Dope frei erfunden.
Exklusive Details zu Lommbock
Drogen werden auch im zweiten Teil eine Rolle spielen: „Ich glaube, es würde viele Leute enttäuschen, wenn in Lammbock 2 die Drogen fehlen würden.“ Ein exklusives Details, das uns Zübert verrät ist beispielsweise, dass eine sehr chaotische Szene auf dem Würzburger Weinfest gedreht werden wird. Wer sich gerne als Komparse bewerben möchte, sollte die Augen offen halten, denn der Drehbeginn ist für den Sommer 2016 angesetzt. Zübert möchte die Würzburger Fans unbedingt mit einbeziehen und verspricht, dass die Komparsen-Suche rechtzeitig und für alle Interessenten sichtbar gestartet wird.
Ein Statement zur Cannabislegalisierung
Zübert empfindet es als lächerlich, dass die Legalisierung nicht längst durchgesetzt wurde. Seiner Meinung nach sei es längst überfällig, denn wer unbedingt will, kommt auch so an die Drogen. Momentan müsse man sich die Drogen illegal bei Leuten beschaffen, die einem „etwas Härteres“ geben könnten, was die Gefahr einer Einstiegsdroge zu verfallen steigere.
Über Christian Zübert
Heute lebt Christian Zübert mit seiner Familie und seinen Kindern in Berlin. Zwei bis dreimal im Jahr kommt er seine Mutter in Randersacker besuchen. Obwohl schon lange feststand, dass Lammbock fortgesetzt werden würde, wollte Zübert nicht die „Kiffer-Film“-Schiene fahren und widmete sich zunächst anderen Projekten. Sein aktueller Film „Ein Atem“ gehört neben „Lammbock“ und „Dreiviertelmond“ zu seinen Favoriten.

