Abbau des AKW dauert rund zwei Jahrzehnte
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18. Dezember 2015

Symbolbild Schweinfurt
Mit 18 Jahren zu rechnen
Der Energiekonzern E.ON verkündete laut Angaben der Main-Post, dass er möglichst schnell mit dem Abriss des AKWs in Grafenrheinfeld beginnen möchte. Einen konkreten Zeitplan konnte das Unternehmen allerdings noch nicht nennen. Mit 18 Jahren sei aber mindestens bei dem Rückbau zu rechnen. Ein wesentlicher Aspekt, den Abriss möglichst zeitnah in Angriff zu nehmen sind die Mitarbeiter des Atomkraftwerks. Für den Rückbau ist die Unterstützung der Angestellten vonnöten. Momentan sind 260 der damals 275 Kräfte noch in Grafenrheinfeld beschäftigt, so die Main-Post.
Überstellung ins Zwischenlager 2020
Derzeit läuft das AKW im Nachbetrieb. Da die Brennelemente noch vier bis fünf Jahre in einem eigenen Kreislauf abgekühlt werden müssen, plant der Betreiber E.ON ca. 2020 mit einer Überstellung in ein Zwischenlager. Die Genehmigung für den Abbruch soll laut Main-Post bis Dezember 2017 vorliegen. Erst dann können die ersten Elemente abgerissen werden, die für den Nachbetrieb nicht gebraucht werden. Der große Abriss beginnt dann 2020, „wenn sich kein nuklearer Brennstoff mehr im Reaktorgebäude befindet“, berichtet die Main-Post.
Dann wird im Kern des AKWs begonnen und bis zur letzten Tapete und Wand abgetragen. Kann im AKW keine Strahlung mehr gemessen werden, steht das Atomkraftwerk nicht mehr unter den Auflagen des Atomgesetzes. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: die Betreiber rechnen etwa 2028 bis 2030 damit. Zuletzt wird das Gebäude abgerissen, was zusätzlich etwa zweieinhalb Jahre dauert.
[adrotate banner=“38″]Zwischenlager in Grafenrheinfeld
Für den Abbau rechnet E.ON mit Gesamtkosten von rund 1,2 Milliarden Euro, so die Main-Post. Auch nachdem das AKW in Grafenrheinfeld verschwunden ist kann nicht mit einem idyllischen Bild gerechnet werden, das Zwischenlager wird dort bis mindestens 2046 stehen.
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