Unfallreicher Wintereinbruch am Samstagabend
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sophiascheder
3. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Sieben Unfälle in kurzer Zeit
REGION WÜRZBURG. Mit dem Schnee kamen auch die Unfälle. So hatte es auf den Autobahnen der Region, insbesondere rund um das Dreieck Würzburg-West, am Samstagabend innerhalb weniger Stunden gleich siebenmal gekracht.
Bis auf einen Unfall, bei dem zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte zu behandeln waren, zog sich keiner der Beteiligten bei den anderen Unfällen eine Verletzung zu.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 90.000 Euro.
[adrotate banner=“266″]Unaufmerksamkeit und hohes Verkehrsaufkommen
Dabei waren die ersten Unfälle, zu deren Aufnahme die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried ab 18 Uhr gerufen wurden, noch weniger den ersten Schneeflocken des neuen Jahres als schlicht der Unaufmerksamkeit der Beteiligten und dem hohen Verkehrsaufkommen nach den vorausgegangenen Feiertagen geschuldet.
Im sich stauenden Verkehr war es zu drei Auffahr- bzw. Unfälle durch Zurückrollen des Vordermanns gekommen, die noch sehr glimpflich verliefen und insgesamt keinen vierstelligen Schadensbetrag verursachten.
50.000 Euro Schaden durch Fahrfehler
Deutlich teurer kam dafür einen 50-Jährigen sein Fahrfehler zu stehen, der gegen 20.20 Uhr auf der A 81 in Richtung Würzburg unterwegs war.
Gut einen Kilometer vor der Anschlussstelle (AS) Gerchsheim touchierte er zunächst mit seinem Pkw die Mittelleitplanke, bevor er nach rechts von der Fahrbahn abkam, sich dort überschlug und schließlich auf dem Dach im Grünstreifen landete.
Am Mercedes des unverletzt gebliebenen Würzburgers sowie an der Mittelleitplanke und in der Flur entstand ein Schaden von über 50.000 Euro.
In Mittelleitplanke geprallt
Um 20.45 Uhr war danach eine 19 Jahre alte Frau aus dem Donau-Ries-Kreis, die die A 3 in Richtung Nürnberg befuhr, mit ihrem VW Touran kurz vor der AS Würzburg-Heidingsfeld in die Mittelleitplanke geprallt.
Der Blechschaden wird hier auf ca. 5.000 Euro geschätzt.
Kontrolle über Pkw verloren
Zum schwersten Unfall des Abends wurden die Beamten der Autobahnpolizei dann um 21.30 Uhr erneut auf die A 3 gerufen.
Nach dem Passieren der Baustelle zwischen den AS Wertheim und Helmstadt hatte ein 45 Jahre alter Familienvater seinen Pkw zu stark beschleunigt, so dass er etwa einen Kilometer vor dem Parkplatz Fronberg Süd auf der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Mercedes verlor und ins Schleudern geriet.
Der Pkw kam dadurch nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach im Grünstreifen, bevor er wieder auf den Rädern zum Stehen kam.
Zwei Schwer- und zwei Leichtverletzte
Dabei zogen sich der Münchner und seine hinter ihm im Auto sitzende fünfjährige Tochter leichte Verletzungen zu. Weniger Glück hatten dagegen ihre sechs Jahre alte Schwester und die 40-jährige Familienmutter, die beiden auf der rechten Seite im Auto saßen und schwere Verletzungen erlitten.
Der Rettungsdienst brachte das Quartett zur weiteren Behandlung in Würzburger Krankenhäuser.
25.000 Euro Schaden
Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten, bei denen die Streife von einem Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren aus Uettingen, Wertheim, Bettingen, Neubrunn und Helmstadt unterstützt wurde, stand für rund eine Stunde nur der linke Fahrstreifen für den Verkehr zur Verfügung.
Insgesamt beläuft sich der Schaden dieses Unfalls auf rund 25.000 Euro.
In Außenleitplanke geschleudert
Doch damit nicht genug. So verlor kurz nach Mitternacht noch auf der A 7 ein Nordhäuser auf dem Heimweg kurz vor der AS Kitzingen ebenfalls auf nasser und schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Der 25-Jährige schleuderte alleinbeteiligt in die Außenleitplanke. Der Schaden an seinem Mazda und der Verkehrseinrichtung beträgt in diesem Fall über 10.000 Euro.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

