700 Jahre Grafeneckart im städtischen Besitz
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Würzburg erleben
7. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Veröffentlichung historischer Bilder
Im Jahr 2016 können die Würzburger wieder ein Jubiläum feiern, nämlich „700 Jahre Grafeneckart im Besitz der Stadt Würzburg“. Sicher ein Anlass, die Geschichte des Grafeneckart zu würdigen, schreibt Willi Dürrnagel in einer Pressemitteilung. Auch Willi Dürrnagel wird sich mit Vorträgen und Veröffentlichungen historischer Bilder beteiligen.
Verschiedene Veranstaltungen am 6. März
Dazu soll es am 6. März 2016 auch verschiedene Veranstaltungen der Stadt Würzburg und des Vereins „Würzburger Gästeführer e.V.“ geben. Das Würzburger Rathaus ist ein über 700 Jahren gewachsenes Konglomerat von Gebäuden – nicht nur der verschiedensten Epochen sondern auch von unterschiedlichster Funktion. Ein Teil war ein Kloster der unbeschuhten Karmeliten, ein anderer Bürgerhaus. Es gibt Neubauten und Umbauten in der Renaissance und auch im 19. und 20. Jahrhundert. Würzburg besitzt also kein eigens für den Rat der Stadt gebautes repräsentatives Rathaus wie sie andere Städte besaßen, die meist reichsfrei waren wie z.B. Augsburg.
Seit 1316 bürgerlicher Mittelpunkt der Stadt
Der „Hof zur Sturmglocke“, diente dem Rate der Stadt Würzburg als Versammlungsort. Hier versammelte sich auch der »Rat der 24« (Stadtrat), bis es 1316 gelang, dem verschuldeten Ritter Kunz/Kuno (Konrad) von Rebstock den Hof zum „Grünen Baum“ mit dem Grafeneckartsturm und zwei anliegenden Häuschen um 370 Pfund Heller abzukaufen, obwohl dieser bischöfliche Hof mit alter Gerichtsstätte eigentlich unverkäuflich war. Der ganze Bereich wurde zum Rathaus umgebaut. Ab diesem Zeitpunkt 1316 ist der Grafeneckart nun der bürgerliche Mittelpunkt unserer Stadt.
Teil der Eigentümlichkeit am Vierröhrenbrunnen verloren
Das heutige Gebäude der Commerzbank, »Haus zum Hirschen«, befindet sich auf der Fläche zweier alter Höfe, des »Hauses beim Gottwellingen« und zum Teil auf dem »Hof zur Sturmglocke« in der Glockengasse. Mit dem Ende des „Cafe Hirschen“, das von einer Bank erworben und für ihre Zwecke umgebaut wurde, hatte Würzburg ein Stück seiner Eigentümlichkeit am Vierröhrenbrunnen verloren.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von Willi Dürrnagel.

