Kinderoper: Inszenierung von „Brundibár“
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Würzburg erleben
7. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Jüdischer Musiker Hans Krása
Am 19./20. und 21. Januar führt die Theaterklasse des Riemenschneider-Gymnasiums im Jüdischen Kulturzentrum Shalom Europa die Inszenierung von „Brundibár“ auf. Es handelt sich dabei um eine Kinderoper, die der jüdische Musiker Hans Krása komponiert und nach seiner Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt über 50 Mal mit den dort inhaftierten Kindern dargeboten hat.
Über 80 Schüler des Riemenschneider-Gymnasiums
Vor der Herausforderung, diese Oper auf die Bühne zu bringen, stehen nun auch die über 80 Schüler verschiedener Jahrgangsstufen des Riemenschneider-Gymnasiums. Seit über einem Jahr arbeiten Schüler der Ober- und Mittelstufe ebenso wie der Chor und die schuleigenen Theaterklassen der Unterstufe an der Aufbereitung der Oper, die am 19./ 20. und 21. Januar 2016 im jüdischen Kulturzentrum Shalom Europa dargeboten werden soll. Das jahrgangsstufenübergreifende Konzept spiegelt zugleich die breite Fächerung der Zielgruppe wider. Die Oper ist nämlich keineswegs ausschließlich für Kinder geeignet. Vielmehr sei das Projekt generationenenübergreifend angelegt, so die Pressemitteilung des Riemenschneider-Gymnasiums.
Lebensumstände im Konzentrationslager
Eine Ausstellung zu den historischen Hintergründen bietet etwa interessierten Erwachsenen die Möglichkeit, sich mit den Lebensumständen im Konzentrationslager und auch der Judendeportation in Würzburg auseinanderzusetzen, während eingeschobene Szenenfragmente des Mittelstufentheaters die Oper anschaulich und kindgerecht in den historischen Kontext einbetten.
Sehnsucht und Heimweh
Das Spannungsverhältnis zwischen dem beklemmenden historischen Hintergrund und dem eigentlich, laut Pressemitteilung des Riemenschneider-Gymnasiums, eher positiven Charakter der Oper wird neben theatralischen Elementen aber auch durch Gedichte, Texte, Tagebucheinträge und Lieder, die von Häftlingen des Konzentrationslagers verfasst wurden, dargestellt. Das Lied „Ich wandre durch Theresienstadt“, das Ausdruck der Sehnsucht und des Heimwehs der inhaftierten Ilse Weber ist, bildet dabei gewissermaßen das Leitmotiv der Inszenierung. Darüber hinaus trägt auch die beeindruckende Ausdruckskraft der jungen Künstler dazu bei, die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.
Neuartige Aufbereitung der Oper
In einer in dieser Form neuartigen und nie zuvor gesehenen Aufbereitung der Oper schaffen es die Mitwirkenden, laut Pressemitteilung des Riemenschneider-Gymnasiums, das Publikum im Herzen zu berühren. Die letzten Verse von Weber´s Lied klingen noch lange nach der Vorstellung im Kopf nach: „Wann sind wir wieder frei? Wann sind wir wieder frei?“
Aufführungstermine: 19./20./21. Januar 2016
Aufführungsort: Jüdisches Kulturzentrum Shalom Europa
Eintritt: 10€ (ermäßigt: 6€)
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Riemenschneider-Gymnasiums.

