Kickers-Stadion: Klagen werden demnächst verhandelt
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Würzburg erleben
14. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Stadionumbau und Flutlichtanlage
Zuerst gab es für die Kickers einen Grund zur Freude, denn das Stadion am Dallenberg hatte von der Stadt die Genehmigung zum Stadionumbau und einer Fluchtlichtanlage erhalten. Diese Freude erhielt aber einen Dämpfer: Die Anwohner reichten nach Angaben der Main-Post im November 2014 und im Juni 2015 u.a. Klage wegen Licht- und Lärmbelästigung gegen die Stadt Würzburg ein. Obwohl die Gespräche mit Stadt und Verein positiver Natur gewesen seien, haben die Anwohner die Klagen bislang nicht zurückgezogen. Demnächst soll nun das Verwaltungsgericht die Klagen der Anwohner verhandeln.
Auflagen eingehalten
Dennoch scheint Stadtbaurat Christan Baumgart gegenüber der Tageszeitung zuversichtlich, denn die Stadt habe ihnen die Erteilung der Genehmigung nicht leichtgemacht. Gegenüber der Main-Post zeigt er sich optimistisch, dass am Dallenberg weiterhin ein erfolgreicher Drittliga-Spielbetrieb möglich sein werde. Die Interessen der Nachbarschaft und Anwohner seien laut Main-Post beachtet worden. Die Kompromisse bestanden aus der Begrenzung der Zuschauerschauplätze auf 10.006 und die Begrenzung von Flutlichtspielen. Außerdem schreibt die Main-Post, dass das VIP Zelt nur bis Saisonende geduldet werde und die Vorgaben zum Lärmschutz eingehalten wurden. Auch die Sicherheits- und Verkehrskonzepte würden sich an die Forderungen halten.
Positive Gespräche
Außerdem habe Baumgart ein friedliches Gespräch mit einem Teil der Kläger geführt, in dem diese die Verbesserungen auch anerkannt hätten. Dennoch kam es nicht zum Rückzug der Klagen, obwohl der Sprecher der Bürgerinitiative Werner Niederdraenk positive Andeutungen über eine Beruhigung der Lage machte.
Auch der Kickers-Sprecher Frühwirth äußerte sich zu dieser Situation. Seiner Meinung nach wurde das Möglichste getan und alle Auflagen seien erfüllt worden. Eingeführt wurden laut Main-Post eine neue zielgerichtete Beschallungsanlage, eine Lärmschutzwand und ein Reinigungsdienst.
Fester-Neubau statt VIP-Zelt
Ein weiterer Streitpunkt sei das VIP Zelt neben der Kickers-Gaststätte. Anwohner beklagten sich über den Lärm, weswegen das Zelt nur noch bis Saisonende bestehen bleibt. Der Verein soll nach Angaben der Main-Post rechtzeitig zum Jahresende einen Bauantrag – der derzeit in Bearbeitung sei – eingereicht haben, um das Zelt durch einen festen Neubau zu ersetzen. Dieser werde dann auch für Schulungen und die Jugendarbeit genutzt und sei für insgesamt 300 Leute angelegt.
Umzug der Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle der Kickers soll außerdem in das Vereinsgebäude am Mittleren Dallenbergweg umziehen, schreibt die Main-Post. Die aktuelle Geschäftsstelle in der König-Heinrich-Straße sei zuvor bereits von Anwohnern wegen ihres Gewerbes im Wohngebiet bemängelt worden.

