Stadt baut Angebot von Betreuungsplätzen weiter aus

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Würzburg erleben

15. Januar 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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4.092 Betreuungsplätze und 68 Kitas

Kindergärten und Kindertagesstätten bieten abwechslungsreiche, intensive und individuelle Betreuung und Eltern wissen ihre Kids gut aufgehoben, schreibt die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung. Insgesamt bietet die Stadt Würzburg 4.092 Betreuungsplätze für Kinder von 0 bis 6 Jahren in 68 Kindertageseinrichtungen und bei 48 Kindertagespflegepersonen.

Dem stehen 5.656 in Würzburg lebende Kinder in diesem Alter gegenüber. Basis dieser Zahl sei die in der Stadt Würzburg im Zeitraum zwischen 1.9.2014 und 31.8.2015 gemeldeten Kinder in der Altersgruppe zwischen 0 und 6.

56,4 Prozent erhalten Betreuungsplatz

„Wir erfüllen den Rechtsanspruch für die 3- bis 6-Jährigen“, erklärt Monika Kraft, kommissarische Leiterin der Fachabteilung Kindertagesbetreuung in einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 56,4 Prozent der Würzburger Kinder zwischen 1 und 3 Jahren erhalten in Würzburg einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte, Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege. Bei Kindern zwischen 0 und 3 Jahren liege der Gesamtversorgungsgrad bei 38,2 Prozent. Zum Vergleich: In Bayern seien Kinder unter drei Jahren lediglich zu 27,5 Prozent, in ganz Deutschland zu 32,9 Prozent mit Betreuungsplätzen versorgt.

Wartelisten bergen Unsicherheiten

Wie viele Kinder sind nicht versorgt? Diese Frage sei, laut Pressemitteilung der Stadt Würzburg, einfach, aber schwer zu beantworten. Denn als Grundlage für Berechnungen seien die Wartelisten der Kindertageseinrichtungen nicht geeignet. Sie bergen aufgrund von Doppel- oder Dreifachanmeldungen Unsicherheiten. Eltern fragen natürlich in mehreren Kindertageseinrichtungen an, lassen sich auf die Wartelisten setzen, melden sich aber nicht immer wieder ab, wenn sie einen Betreuungsplatz gefunden haben. Zwar werde es manches Mal nicht der Wunschkindergarten sein, denn Rechtsanspruch bedeutet nicht Anspruch auf einen Platz in einer ganz bestimmten Kindertageseinrichtung.

Viel Beratungsarbeit der Kindertagesbetreuung

Doch zufrieden sollen alle Eltern sein. Dafür leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der städtischen Fachabteilung Kindertagesbetreuung viel Beratungsarbeit. In der Regel sind Eltern jedoch gewappnet und fragen bereits sehr früh nach einem Betreuungsplatz, häufig sogar schon vor der Geburt des Kindes. Kommen Eltern alleine nicht weiter, steht die städtische Fachabteilung Kindertagesbetreuung helfend zur Seite.

Dazu stimmen sich die Fachberatung Kindertageseinrichtung und die Fachberatung Kindertagespflege mit den Kindergärten und -tagesstätten ab. Viel Abstimmung und Koordination läuft häufig hinter den Kulissen, bis die für die Eltern stimmigste Möglichkeit der Unterbringung ihrer Sprösslinge gefunden wurde. So manche Eltern finden dann die für ihr Kind beste Betreuungsform auch nicht in einer Kindertagesstätte oder einem Kindergarten sondern bei einer Tagesmutter.

Online Informations- und Vormerksystem

Um Unschärfen wie Dreifachanmeldungen auszugleichen und Eltern mehr Sicherheit zu geben, wird ein online gestütztes Informations- und Vormerksystem „InVo-Sys“ eingerichtet. In diesem können Eltern ihre Kinder online vormerken lassen, sich eine KiTa aussuchen und werden, sobald das Kind aufgenommen wurde, von der Bedarfsliste gestrichen. „Damit erhalten wir einen exakten Überblick über den Bedarf – aber auch nur, wenn sich alle Kindertages-Einrichtungen an diesem System beteiligen“, so Monika Kraft in einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. Ziel von „InVo-Sys“ ist, alle Zahlen und Bedarfe in einer zentralen Anlaufstelle abzugleichen.

Mehr Klarheit durch neues Online System

Die Plätze werden in eigener Verantwortung von den Einrichtungen vergeben. „Wir sind mit der Bedarfsplanung und der Beratung auf einem richtigen Weg, aber das neue Online-System wird Klarheit schaffen“, bestätigt Monika Kraft. Im InVo-Sys werden Eltern bis zu acht Vormerkungen vornehmen, ihre Wünsche zu Betreuungszeiten und Aufnahmetermin eingeben können. Der Stadt Würzburg werden dann genauere und schnell abrufbare Zahlen für eine aussagekräftigere Bedarfsplanung zur Verfügung stehen.

Weitere Betreuungsplätze schaffen

Aber mit einem attraktiven Angebot steige die Nachfrage. Es müssen weitere Betreuungsplätze geschaffen werden, so die Pressemitteilung der Stadt Würzburg. Zudem werden immer mehr Kinder in Würzburg geboren: Die Geburtenentwicklung stieg im gesamten Stadtgebiet von 954 in 2013 auf 1.057 in 2014 und 1.118 in 2015. Besonders viele Kinder wohnten 2015 in der Altstadt, im Frauenland und in der Sanderau. Die höhere Geburtenrate spiegelt sich auch in vermehrten Nachfragen von Eltern nach Betreuungsplätzen in diesen Stadtbezirken wider.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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