Uni-Projekt: Stadtplan für Asylbewerber
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Würzburg erleben
18. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Hilfe zur Selbsthilfe
Drei Studentinnen der Pädagogik steckten sich ein Ziel: sie wollen, laut einer Pressemitteilung, Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. In einem Projekt an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erarbeiteten sie eine pädagogische Interventionsmaßnahme zur aktuellen Flüchtlingspolitik. Nach einem Semester Herumtüftelei entstand so ein Stadtplan von Würzburg für Asylbewerber.
Projektarbeit Studienfach Pädagogik
Im Rahmen einer praktischen Projektarbeit im Studienfach Pädagogik an der Universität Würzburg werden Projekte von Studenten zum Thema „aktive Flüchtlingshilfe in Würzburg“ ins Leben gerufen. Begleitet von Dozenten sollen sowohl theoretische Konzepte als auch die praktische Durchführung von den Lernenden entwickelt und realisiert werden.
Orientierungslosigkeit in der neuen Stadt
Es stellte sich nun die Frage wo sie anfangen sollten und vor allem, was den Asylbewerbern in Würzburg tatsächlich helfen könnte. Die drei Studentinnen Vroni, Alicia und Hanna wollen mit ihrer Arbeit eine längerfristige Hilfe gewährleisten. Sie stellten nach einigen Gesprächen fest, dass nach der Ankunft der Geflüchteten eine große Orientierungslosigkeit in der neuen Stadt zu erkennen ist, so die drei Studentinnen in einer Pressemitteilung.
Kennzeichnung der wichtigsten Anlaufstellen
An dieser Stelle wollen die drei ansetzen. Sie entwickelten ein Konzept für einen Stadtplan für Asylbewerber in Würzburg. Anhand von Google-Maps kennzeichneten sie alle wichtigen Anlaufstellen, wie beispielsweise Internetcafés, Sprachkurse, öffentliche Behörden, Spielplätze, Jugendzentren, Freizeitmöglichkeiten und Informationspunkte. Dazu fügten sie eine kurze Beschreibung und Links zur zusätzlichen Informationsgabe hinzu. Dies ließen sie ins russische und arabische übersetzen.
Kleiner Schritt zur Integration
Es ist zwar nur ein kleiner Schritt zur ersten Integration der Asylbewerber, aber er soll großes bewirken, so in der Pressemitteilung der drei Studentinnen beschrieben. Durch die gesammelten Informationen soll die Hemmschwelle, die neue Umgebung zu erkunden und sich zu informieren, genommen werden.
Stadtplan auch für Erstis
Interessant kann dieser Stadtplan nicht nur für Asylbewerber, sondern vor allem auch für kürzlich nach Würzburg gezogene Studenten sein. Es kann aber ebenfalls informativ für gebürtige Würzburger sein, sich einfach mal durch den Stadtplan zu klicken. „Vielleicht entdeckt man doch den einen oder anderen neuen spannenden Ort“, schreiben die drei Studentinnen in ihrer Pressemitteilung.
Vroni, Alicia und Hanna wünschen viel Spaß beim Ausprobieren des Stadtplans und einen guten Start in Würzburg.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

