Keine vermehrten Beschwerden sexueller Belästigung in Bädern

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20. Januar 2016

Symbolbild Schweinfurt
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Schwimmbadverbot für männliche Flüchtlinge

In der Stadt Bornheim in der Nähe von Bonn wurde laut Medienberichten letzte Woche ein Besuchsverbot für männliche Flüchtlinge verhängt. Junge Flüchtlinge hätten Besucherinnen und Angestellte verbal und durch Gesten belästigt. Laut verschiedenen Medien hätte es sich dabei nicht um Straftaten gehandelt, es seien aber Beschwerden bezüglich derartigen Verhaltens eingegangen. Ab Mittwoch sollte das Verbot wieder aufgehoben werden. Juristisch sei dieses Vorgehen kaum haltbar weil es diskriminierend und in der praktischen Durchsetzung nicht möglich sei, so die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) in einem Bericht der Welt.

Keine Vorfälle dieser Art in Schweinfurt

Auf Anfrage der Redaktion im SILVANA Sport- und Freizeitbad, ob es auch in den Schweinfurter Bädern zu derartigen Vorfällen gekommen sei, äußerte sich die Abteilungsleitung folgendermaßen: „Im SILVANA Sport- und Freizeitbad gab es seitens unserer Badegäste keine Beschwerden zu sexueller Belästigung.“ Das Bad bemüht sich um Aufklärung, „da den Flüchtlingen diese neuen Gewohnheiten bzw. unsere europäische Badekulturen ja fremd sind. Hauptaugenmerk liegt daher bei uns auf Information, die bislang stets genügte um diesen Personenkreis in die „Badegesellschaft“ reibungslos zu integrieren.“, so das SILVANA. Die Informationen erfolgen überwiegend verbal, es gibt mittlerweile aber auch Handzettel, auf denen die typischen Verhaltensweisen und Baderegeln in Form von Piktogrammen und in verschiedenen Sprachen erklärt werden.

Baderegeln als Comics auf Plakaten

In München gibt laut dem BR schon seit dem Jahr 2013 Baderegeln in sieben Sprachen, darunter auch Arabisch, Dari und Pashto. Damit auch Analphabeten diese verstehen können, setzt man darüber hinaus auf eine comichafte Bildsprache. Flyer und Plakate würden beispielsweise eine Frau in Badekleidung zeigen und daneben eine ausgestreckte Hand, die durchgestrichen wurde. Dabei steht folgender Kommentar: „Keine verbale und körperliche sexuelle Belästigung gegenüber Frauen in jeglicher Bekleidung!“

Laut BR würden die Baderegeln für Migranten und Flüchtlinge der SWM im ganzen Land auf großes Interesse stoßen, vermehrt in den letzten Tagen. Die Regeln würden sich aber nicht nur auf Belästigung beziehen, sondern zu verschiedenen Thematiken, wie auch der Erläuterung des Nichtschwimmerbereiches oder Kommentaren, dass man andere nicht ins Wasser stoßen dürfe.

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