Wohnheim für bis zu 400 Asylbewerber am Hubland geplant

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Würzburg erleben

20. Januar 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Fertigstellung noch in diesem Jahr?

Nach Recherchen der Main-Post soll in Würzburg eine weitere Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber entstehen. Bis zu 400 Flüchtlinge sollen in dem Wohnheim untergebracht werden können – und fertiggestellt soll die GU noch in diesem Jahr werden, spätestens im nächsten. Dies hofft die Regierung nach Angaben der Tageszeitung. Auch ein Ort sei laut Main-Post schon gefunden: auf dem Areal der Uni am Hubland neben dem Sportgelände. Wenn die Flüchtlingszahlen zurückgehen, wolle man das Gebäude als Studentenwohnheim nutzen.

Planungen noch nicht abgeschlossen

Der Pressesprecher der Regierung von Unterfranken gibt auf Nachfrage unserer Redaktion dazu folgende Auskunft: „Richtig ist, dass das Staatliche Bauamt derzeit einen Planungsauftrag hat, einen Plan zur Errichtung einer Gemeinschaftsunterkunft mit rund 400 Plätzen am südlichen Rand des bestehenden Universitätscampus Hubland auf staatlichen Flächen zu erstellen. Die Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Insbesondere sind auch Fragen der Erschließung noch zu klären. Der jetzige Standort ist das Ergebnis bisheriger Abstimmungsgespräche mit Stadt und Universität.“

Noch kein Zustimmungsverfahren eingeleitet

Seitens der Stadt hielt man sich zu den Plänen der Regierung noch bedeckt: „Bei dem betreffenden Vorhaben handelt es sich um ein angedachtes Bauvorhaben der Regierung von Unterfranken auf einem staatlichen Gelände, dem der Universität. Anders als bei normalen Bauverfahren ist bei derartigen Vorhaben im Rahmen eines Zustimmungsverfahrens nur das Einvernehmen mit der Stadt Würzburg herzustellen.

Im Gegensatz zum sonst erforderlichen Baugenehmigungsverfahren findet keine Prüfung und Überwachung durch die Bauaufsichtsbehörde statt, sondern dem staatlichen Bauamt obliegt eigenverantwortlich die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften. Dies ist im Art. 73 der Bayerischen Bauordnung geregelt. Dieses formelle Zustimmungsverfahren wurde bislang nicht eingeleitet.“

Spätere Nutzung als Studentenwohnheim „sehr positiver Aspekt“

Die Universität äußert sich ebenfalls zu den Plänen der Regierung: „Die Universität Würzburg hat auf Bitten der Regierung von Unterfranken geeignete Flächen für die Errichtung einer GU genannt. Die weiteren Planungen liegen ausschließlich im Bereich der Regierung. Der entsprechende Anfrage des Regierungspräsidiums mit der Folge der Unterbringung von weiteren Flüchtlingen auf dem Campus sind wir angesichts der bestehenden Unterbringungsnöte nachgekommen.“

Auf die Frage, ob man glaube, dass die Errichtung einer GU auf dem Unigelände den Campusbetrieb in irgendeiner Form beeinflussen werde, hieß es: „Bislang gibt es durch die Flüchtlinge, die in zwei Hallen auf dem Campus Nord untergebracht sind, keinerlei Beeinträchtigungen des Campusbetriebes. Die 50 Syrer, die bei uns an dem „Studienvorbereitenden Programm zur Integration von Flüchtlingen an die JMU“ teilnehmen, haben sich sehr gut in das Unileben integriert.“ Auch über die weiteren Hallenbewohner gäbe es keinerlei Beschwerden. Des Weiteren sei die Fläche, die für die eventuelle Errichtung einer GU gewählt wurde, nicht für eine unmittelbare universitäre Nutzung geplant.

Man gehe seitens der Uni außerdem davon aus, dass die Gebäude später als Studentenwohnheim genutzt werden könnten und „dies ist ein für uns sehr positiver Aspekt“, so die Pressesprecherin.

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